Erste Online-Zeitung für Plettenberg und den Märkischen Kreis - 03.07.2013

Ehemaliger Fußball-Profi und Nationalspieler
Bjarne Goldbaek ist über 45 km am Start

Startnummer 8111 - Der früherere dänische Fußballnationalspieler komplettiert das „mg-drehen-biketeam“ aus Herscheid


Plettenberg. „Danish Dynamite“ beim 9. Internationalen P-Weg-Marathon (13. – 15. September 2013)! Unter den rund 2.500 Mountainbikern, Läufern, Walkern und Wanderern tritt am P-Weg-Sonntag, rund drei Wochen vor seinem 45. Geburtstag, Bjarne Goldbaek mit der Startnummer 8111 über 45 km in die Pedalen. Der frühere dänische Fußballnationalspieler komplettiert das „mg-drehen-biketeam“ von Müller & Guski Fassondrehteile in Herscheid, einem P-Weg-Sponsor der ersten Jahre.

Firmen- und Teamchef Achim Guski hat Goldbaek, der von 1987 bis 2005 als Mittelfeldspieler für unterschiedliche Vereine in der 1. und 2. Bundesliga sowie in der englischen Premiere-League kickte, über Ralf Braun kennengelernt, einen Freund der Familie aus Plettenberg. Zusammen mit dem Gladbecker hat Guski als P-Weg-Teilnehmer der ersten Stunde die anspruchsvolle Schleife rund um Plettenberg mit dem Rad im Vorjahr als Team erfolgreich gemeistert. Zur neunten Auflage bringt Braun seinen „Spezi“ Bjarne mit, der mit seiner Frau und zwei Söhnen in Gladbeck lebt. Seit Goldbaek die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat, ist er als Fußballkommentator für Eurosport Skandinavien sowie als Spielervermittler in ganz Europa unterwegs.

Ralf und sein Vater Manfred Braun, bis 1995 über zwei Jahrzehnte für die SPD im NRW-Landtag vertreten, sind mit Leib und Seele Fans des FC Schalke 04, für den Goldbaek von 1987 bis 1990 spielte. Seitdem sind Ralf und Bjarne privat eng verbandelt, frönen am liebsten gemeinsam ihren sportlichen Hobbys wie dem Skilauf und dem Mountainbiken.

Längst ist dem sympathischen Dänen kein Berg mehr zu hoch. Nach einer ersten Testrunde auf einem von Achim Guski geliehenen Bike ist Goldbaek zum echten Sauerlandfan geworden. Das Land der 1000 Berge, insbesondere der P-Weg, faszinieren ihn. „Bjarne hat sich für weitere Trainingsfahrten angekündigt und freut sich mächtig auf das Rennen am zweiten September-Wochenende“, sagt Achim Guski. „Der steht auch mit 44 Jahren noch voll im Saft.“

Von 1987 bis 1996 spielte der gebürtige Kopenhagener für Schalke 04, den 1. FC Kaiserslautern, TeBe Berlin und den 1. FC Köln in den deutschen Profiligen. Mit dem FCK wurde er Pokalsieger 1990 und Deutscher Meister 1991. Nach einem Intermezzo beim FC Kopenhagen, mit Goldbaek dänischer Pokalsieger 1997, sowie beim FC Chelsea, mit dem er 2000 den englischen Ligacup gewann, und beim FC Fulham, ließ Goldbaek seine Karriere bei Rot-Weiß Essen ausklingen.

In den Jahren zwischen 1987 und 2001 streifte der dynamische Blondschopf 28 Mal das rote Trikots mit dem weißen Kreuz der dänischen Nationalmannschaft über. Ein Länderspieltor blieb Goldbaek dabei leider verwehrt. Doch zusammen mit Stars wie Torwart Peter Schmeichel, Brian Laudrup oder Ebbe Sand lehrte der Wikinger so manchen Gegner als „Danish Dynamite“ das Fürchten.

P-Weg-Splitter
Geschmeidig geknetet: Um die geschundenen Muskeln wieder auf Vordermann zu bringen, können P-Weg-Teilnehmer 2013 nach dem Zieleinlauf in den Räumen des Fitnessstudios Feelgood am Alten Markt physiotherapeutische Dienste in Anspruch nehmen. Profis lockern Bein- und Rückenmuskulatur durch Massagen. Vor den Wettkämpfen können sich Aktive ab Freitagabend die eine oder andere Muskelgruppe mit Kinesio-Streifen tapen lassen. Für die Dienste ist ein Kostenbeitrag in Höhe des verbrauchten Materials (Tapes) sowie eine Spende in freiwilliger Höhe zu entrichten, die zum Großteil dem sozialen Zweck des P-Wegs zu Gute kommt, in diesem Jahr dem Projekt „Wohl zu Hause“. Für den Freitagabend und den Sonntag sucht das P-Weg-Team noch ausgebildete Physiotherapeuten, die sich ehrenamtlich in den Dienst der guten Sache stellen. Wer mithelfen will, sollte sich umgehend bei Paul Schmidt (paulschmidt39@yahoo.de, Tel. 02391/601997) melden. Das Massageangebot soll am P-Weg-Wochenende (13. – 15. September) zu folgenden Zeiten laufen: Freitag, 18 – 20 Uhr, Tapen; Samstag, 13 – 18 Uhr, Massage/Tapen; Sonntag, 13 – 17 Uhr, Massage.

Kampf der Mogelei: Weil bislang nie ausgeschlossen werden konnte, dass manche Walker und sogar Wanderer unterwegs Laufsprints einlegen, somit für Wettbewerbsverzerrungen sorgen und die ehrliche Konkurrenz betrügen, bleibt das P-Weg-Team bei der Regelung, für die Walking- und Wanderwettbewerbe keine echte Siegerehrung nach Platzierungen durchzuführen. Die jeweils ersten fünf Walker bzw. Wanderer, die über die unterschiedlichen Distanzen ins Ziel kommen, erhalten Preise – nach Gesamt- und Stadtmeisterschaftswertung. Erstmals werden Walker und Wanderer 2013 mit Startnummern für Brust und Rücken ausgestattet. Damit sind sie von Streckenposten aus jeder Richtung besser zu erkennen. Und melden zwei Streckenposten den Verantwortlichen unabhängig voneinander, einen Walker oder Wanderer beim Laufen erwischt zu haben, werden diese Teilnehmer unverzüglich disqualifiziert.

Immer für gute Zwecke: Seit der Premiere 2004 fließen alle Erlöse aus P-Weg-Marathonveranstaltungen caritativ oder sozial engagierten Vereinen bzw. Organisationen zu. Als Begünstigte 2013 fiel die Wahl der Organisatoren auf das Projekt „Wohl zu Hause“ der Freiwilligenzentrale des Diakonischen Werks im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter dieser Projektgruppe kümmern sich darum, dass sich Ältere, Alleinstehende, nicht mehr mobile oder Menschen mit Behinderung durch Betreuung und Zuwendung „zu Hause wohler“ fühlen. Frühere Begünstigte waren die Tour der Hoffnung, das Netzwerk Hospizarbeit Plettenberg (2 x), die Frühförderstelle der Lebenshilfe Lüdenscheid, die Initiative Gemeinsam leben, gemeinsam lernen, die Drogenberatungsstelle Drobs, die Kindergruppe der Versehrtensportgemeinschaft Plettenberg sowie die Krebssportgruppe des Schwimmvereins Plettenberg.


P-Weg 2005: Bernd Maus, eine der "Stimmen des P-Weg", und im September zum 9. Mal dabei, hier im Gespräch mit Michael Bartels. Foto: Nina Geske

Stimmen des P-Wegs: Die „Stimmen des P-Wegs“ sind auch bei der neunten Auflage Bernd Maus, Wolfgang Kreutzmann und Carsten Bock. Maus und Kreutzmann führen seit der P-Weg-Premiere 2004 als Moderatoren durchs Programm. Seit der fünften P-Weg-Ausgabe komplettiert Bock das bewährte Trio an den Mikrophonen.

Neue Shirts für Kombi-Starter: Wem ein Tag P-Weg im Jahr nicht ausreicht, meldet für die Kombi-Wertung. Da kann jeder Starter wählen zwischen Kombi-Kurz (Samstag Halbmarathon-Lauf/21 km, Sonntag Bike-Marathon/45 km) und Kombi-Lang (Samstag Marathon-Lauf/42 km, Sonntag Bike-Ultramarathon/93 km). Bislang bekamen die Kombi-Starter an beiden Tagen im Ziel das gleiche Finisher-Shirt. Jetzt werden sie am zweiten Tag nach dem Biken exklusiv mit einem speziellen Kombi-Starter-Shirt belohnt. Darauf sollten sie die netten Helfer, die hinter der Ziellinie die Shirts verteilen, durchaus auch selbst hinweisen, damit kein „Kombi-Kracher“ aus Versehen das falsche Hemd erhält.