Plettenberger und ihre Spitznamen

Dienten Beinamen früher dazu, die zahlreichen "Schulte" (Pächter) eines Hofes zu unterscheiden (z. B. Schulte-Kaiser), in katholischen Gegenden immer noch als "Schulten Ernst" definiert, boten ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Beinamen Hinweise auf Berufe oder Eigenarten der benannten Personen. Da war "Piepken" der Pfeifenraucher, "Riemen" der Händler von Lederwaren und Treibriemen, "Schaber" der Friseur oder "Hörnchen" der Bäcker. Ganz persönliche Eigenarten kamen in Spitznamen wie "Kräkel", "Käbbel", "Pläte" oder "Lalla" zum Ausdruck.

Nachfolgend eine kleine Liste von Plettenberger Spitznamen. Wer die Liste ergänzen oder Erklärungen für die "Nicknames" liefern kann, kann dies gerne per Mail unter info@plbg.de tun.

A
„Akkes" Junker
„Akku“ Blumenauer (Spedition)
„Ami“ (auch „Amini“) Heinrich Hecker (Buchhandlung am Maiplatz)
„Annabella" Anneliese Kothe geb. Brehmer
„Appa" Prüß
„Atte“ Müller
„Atte“ Schneider (Fußballspieler)

B
„Barry" Koch
„Bimbo" Bender
„Bockes“ Bernd Schmellenkamp
„Bommecke Bär" Alfred Weller
„Boß“ Mellmann (ironisch gemeint, weil er bei den Mopedfahrern gerne der Boß gewesen wäre)
„Bubi“ Bauckhage, Siegfried
„Bulle“ Alfred Kirchhoff (Alfred, Aral-Tankstelle Herscheider Str.)
„Bullenkloster“ Volksmund für das Ledigenheim an der Mozartstraße
„Bumm" Tusch
„Bursel" Wilhelm Schulte-Wiese

C
„Charly" Karl Märker
„Christkindchen" Fastenrath
„Churchi“ Stefan Kirchner
„Cissi“ Cordes
„Coco“ Matthias Hüsken
"Conti" Rau

D
„Doc" Holterhoff
„Dorfsheriff" Andreas Patry
„Dr. Conti" Alfred Bröcker (so soll er sich mal vorgestellt haben)
„Dr. Du“ Dr. Heinz Baberg (weil er jedem das Du anbot)
„Dr. Fernet“ Dr. Malte Vieregge (wegen seiner Vorliebe für Fernet Branca)

E
„Eddi" Kieslich
"Einhorn" Arens
„Essig“ Rentrop (weil er ständig sagte „Das ist doch alles Essig!“)
"Eule" Bergmann

F
„Fehner" Prüß
„Fitti“ Steuckmann
„Fitze“ Glingener (Kurzform von Friederich)
„Fitze“ Hirschfeld (Sohn vom Bäcker,Kurzform von Friederich, lebt in Kanada)
„Fliege" Udo Hessmer (Feuerwehrchef)
„Freat" Weil
„Fuchs" Reinecke (Gaststätte Herscheider Straße)
„Futz“ Seuthe (Tankstelle)
„Fummel" Richards (Fußballspieler vom TuS Eiringhausen)

G
„Gedeckchen Karl“ Brinkmann (wegen seines Lieblingsgetränkes Bier und Korn = Gedeck)
"Geheimrat Wiese" Schulte-Wiese (soll sich so mit "Dr. Conti" zusammen vorgestellt haben und hatte danach den Spitznamen weg)
„Gletscher Philipp" Ernst-Wilhelm Gester
„Gräfin Mariza" Irmgard Habbel

H
„Harras" Wache (Fußballtorwart)
„Hasso“ Meier (Fußballer)
"Highttower" Udo Balshüsemann
„Hörnchen" Scherer
"Hüppe" Perlitz

I
„Igel“ Steuckmann

J
„Jockey“ Scharenberg

K
„Kacka“ Graewe
„Käbbel Kaal“ Karl Werdes-Plaßmann (aus Leinschede, käbbelte sich gerne)
„Käse" Koch
„Kairo“ Meier
„Karro" Hundt
„Kirchenmaler" Bartsch
„Klicki“ Hoffmann
„Klotz" Klute
„Knalles“ Stöcker (hatte eine 250er BMW und fuhr mit uns Mopedfahrern mit, arbeitete bei Feldmann)
„Knippen" Müller
„Knubbel" Kniewel
„Königin Luise" (Lettmecke)
„Koko" Jürgen Konetzko (Elektro Brehmer)
„Kongo“ Meister (Lebensmittelgeschäft am Dingeringhauser Weg)
„Kongo" Scholz
„Kopfschlächter“ Ernst Krause (hatte im Schlachthof gearbeitet)
„Korsken" Keßler
„Krähe" Müller
„Kräkel" Cordes
„Kräkel" Kurt Kortmann
„Kraken" Dienstühler
„Kreisket" Koch (Hufschmied am Wieden)
„Kuchen" Siepmann
"Küss mich" Gießelmann

L
„Lalla" Werner Röwenstrunk
„Lederstrumpf“ Karl Günter Schreich (Busfahrer mit Ledermanschette am Handgelenk)
„Lügen Emil“ Emil Rath (Gebrauchtwagenhändler vom Eschen)
„Lumpen Fritz" Gregory (Papiermühle)
„Lupo" Ries

M
„Männlein" Möller
„Maka“ Rötz (Abkürzung von Mahatma Karamchand Ghandi, Rötz hatte dieselbe Frisur und Brille)
„Marki“ Becker (Fußballspieler)
„Matta" Heyne
„Micketrine" Winterhoff
„Miele" (?) Plankemann
„Minna“ Udo Wolf (Auto-Meier-Verkäufer)
„Minus" Munder
„Miß Kabeljau", Tochter von Neumann, Fischgeschäft an der Wilhelmstraße)
„Miß Maggi", Maria Antelmann (Tante-Emma-Laden an der Schlieffenstraße)
„Molli“ Heribert Groll (Kückelheim)
"Molli" Heinrich Groll (Böddinghausen) „Molli“ Seuster (Fußballer)
„Muckli" Gembruch
„Mücke“ Menschel
„Mücke“ Gerhard Schütz
„Mütterchen" Reinländer
„Mühle“ Gester
„Murfi“ Schäfer

N
„Nase“ Rainer Battenfeld
„Nieten-Gustav“ Gustav Gädicke (Fotograf, verkaufte Lose)

O
„Oma" Jürgen Wiele
„Opa“ Klaus König
„Opa“ Rode
„Oskar“ Schneider (von VW Schauerte, der eigentlich Hans-Dieter heißt)

P
„Pazifik" Gießelmann
„Pedo" Schmidt
„Piepken" Thomee
„Pille" Peter Biehsmann
„Piewit" Seegrewe
„Pläte" Rüsche (Sparkasse)
„Priekel" Lienenkämper (Zwillinge, hießen beide so, haben Strom und Wasser abgelesen)
„Pulla" Flesch

Q
„Quack" Geck
"Quante" Winterhoff
"Quarck" Kluger (hatte ein Milchgeschäft in Böddinghausen)

R
„Riemen" Reeder
„Riemen" Schulte
„Ritzel“ Wolfgang Radtke (Polizist, der sein Hauptaugenmerk auf die Zähnezahl der Mopedritzel legte)
„Rosi“ Rolf Siepmann-Hücking
„Roweler“ Nölle, Rolf
„Russe“ Langenbach (aus der „Mandschurei“ – Bereich am Stadtgraben)

S
„Sense" Glingener
„Seppl" Seifert, Manfred
„Socken" Tusch
„Speedy Gonzales" Karl-Heinz Heerich
„Spiekes" Geisweid (Sägewerk am Scharfen Eck)
„Spinne“ Glöckner
„Spinne“ Reichert
"Spitz" Kaiser
„Spitzmaus" Hellwig (Friseur, fuhr mit der NSU-Quickly immer zu Firmen und privat zum Haareschneiden)
"Spucki" Teichert
„Stecher“ Hoffmann
„Stickum“ Bornemann (weil er beim Fußballspiel immer so „stickum“ von hinten kam)
„Streusel“ Michael Strauss
„Stukenförster“ Johannes Schröder

Sch
„Schaber“ Niggetiet (weil er Friseur war)
„Schinny“ Schneider
„Schlempen Ernst" Weimann
"Schnecke" Alfred Cordes
„Schnecke“ Jochen Eckert
„Schneewittchen" Fastenrath
„Schwanger" Heitmann

T
„Törtchen“ Ochtendung
„Törtchen" Paul (Herbert Paul, Stanzbetrieb in der Oester)
„Trainer“ Paul (vom Eschen)
„Tückelchen“ Alberts (Bücherstube)
„Tülle“ Gunsch
„Tüte“ Herbert May (wohnte in Eiringhausen in der „Tüte“, einem in die Fahrbahn der B 236 hineinragenden Gebäude)

V
„Vatti“ Greis
„Vatti“ Kniewel

W
„Willi“ Gastwirt Vassilios Karipidis (Oesterau)
„Wisky-Bröcker“ Schulleiter M-L-Schule

Z
"Zabo" Jörg zaborowski (Autozubehör Geschäft Königstraße/Alter Markt)
„Zahn“ Niggemann
„ZEWA“ Dirk Thomee (von der Küchenrollen-Reklame „dick und durstig“, hätte danach eigentlich „Kleenex“ heißen müssen, denn die ZEWA-Reklame lautete "wisch und weg")
„Zicko" Zobel
„Zockel" Neumann


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