Buden, Büdchen und Kioske

(HH) Zahlreiche Kioske gab es nach dem Krieg in Plettenberg. Von einigen haben sich Fotos und Nachrichten erhalten, von anderen fehlen diese Dinge. Nachfolgend wird der Versuch unternommen, wenigsten an ein paar dieser Treffpunkte und Verkaufsstätten zu erinnern. Wer weitere Fotos oder nähere Beschreibungen zu Buden, Büdchen und Kiosken hat, sollte sie mir freundlicherweise unter info@plbg.de zusenden.
Viele Kriegsversehrte oder Kriegerwitwen standen nach dem Krieg ohne Renten da und waren auf Sozialhilfe angewiesen. Damit sie zu eigenem Einkommen kamen, wurde ihnen durch besondere Regelungen bevorzugt die Möglichkeit gegeben, durch den Betrieb von Kiosk-Verkaufsstellen ihr Einkommen zu verbessern.
In unserer Auflistung von Buden und Büdchen fehlt u. a. ein Foto vom Kiosk Gontermann an der Bahnhofstraße, vom Kiosk auf der Bredde an der Schulstraße, vom Freibad-Kiosk, den die Eheleute Schwidessen betrieben, der dann (später im Neubau) von Angelika Thiesmeier zusammen mit ihrem Mann Wolfgang sieben Jahre lang betrieben wurde, später auch die Milchbar im Hallenbad, und natürlich die aktuellen Kioske im Stadtgebiet.



Kiosk Denker
(?) an der Oestertalsperre


Auch dieser Kiosk gegenüber dem Sportplatz Oestertal ist inzwischen Vergangenheit . . .





Der Kiosk Coll (Zoll) an der Königstraße






Die Bude von Onkel Willi an der Grünestraße ist hier im Modell der Kleinbahn von Heinrich Götz, wie sie auf dem Dachboden der Hallenschule steht, zu bewundern.





Kiosk Lückel an der Zeppelinstraße, eröffnet im Juli 1956.


Kiosk Martin an der Lehmkuhler Straße. Die Eheleute Martin übernahmen anschließend den Kiosk im Hause Brandhoff am Umlauf.


Zuerst Kiosk Czwiencek, der die Genehmigung bekam, auf Zeit das Gebäude an der Kaiserstraße zu errichten. Es folgten Schneider (später Eiringhausen), Mause und dann "Langhoffs bunter Teller". Nachdem Langhoff/Suliani in den Pavillon im Wieden umzogen waren, konnte der Kiosk abgebrochen werden.



Kiosk im Haus Brandhoff am Umlauf (später Geschäftsstelle der Westfälischen Rundschau)


Kiosk im Hause Brandhoff am unteren Umlauf, Pächter Martin.



Kiosk (li.) von Elli Klein geb. Janicki an der Bahnhofstraße, Ecke Moltkestraße.


Adolf Schluckebier und Otto Bagus betrieben nacheinander diesen Kiosk an der Lennebrücke.


Neujahrsgrüße der Kiosk-Betreiber für ihre Kunden


Sie waren 1958 die ersten Lotto-Gewinner im Stadtgebiet. Der "Sechser im Lotto" machte damals noch Schlagzeilen. Später hatten auch andere Plettenberger Lottoglück, machten es aber nicht so publik wie Adolf Schluckebier und Otto Bagus.


1979: Kiosk an der Schulstraße vor der Breddeschule in Eiringhausen


Kiosk Else Dierkes an der Brauckstraße in Eiringhausen


Else Dierkes persönlich in ihrem Kiosk an der Brauckstraße




Heinz Schneider und Heinz Hennecke an der Reichsstraße


Bahnhofspavillon am Bahnhofsvorplatz: 1922 erwarben Wilhelm und Elisabeth Sievers aus Braunschweig den "Blumen-Pavillon", ergänzten ihn später um einen Lebensmittelladen und betrieben ihn bis zu ihrem Tode 1984; Hans Sievers erbte den Pavillon und verkaufte ihn 1987; Friseur Neumann zog in den Pavillon, betrieb dort einen Herrensalon und einen Kiosk bis 2005.


Kiosk Obermann in der Papenkuhle (in der Kurve zum Drosselweg), längst abgerissen.


Das längst abgerissene Büdchen Klarholz-Feldmann an der Lennestraße in Ohle. Bevor es in den 1990er Jahren abgebrochen wurde, stand es lange leer. Neben dem Büdchen stand immer eine Bank, für die Beleuchtung sorgte eine Laterne.


Der Ohler Kiosk in den 1980er Jahren



WR Plettenberg vom 21.02.2009