Quellen: Stadtchronik Albrecht von Schwartzen u. Archiv Horst Hassel

Juni/Juli 1959: Viele Veränderungen im Stadtbild


Die hübschen Grünanlagen auf dem Maiplatz vor der Post wurden von der Stadtgärtnerei abgebaut, um Platz für die in Kürze beginnende Oesterüberbrückung zu schaffen. Der Hauptausschuss vergab die Herstellung der Überbrückung des Oesterbachlaufes der Soester Firma Milke. Dann begann man mit dem Abbruch der alten Kleinbahnbrücke und, nachdem diese Arbeit geschehen war, mit dem Ausbaggern des Oesterbettes.

Spadaka-Filiale für Holthausen
Im Hause Lengelsen (früher Metzgerei Müller) in Holthausen ließ die Spar- und Darlehnskasse Plettenberg eine Filiale einrichten, die am 1. Juli 1959 eröffnet werden soll.

Neue Gaststätte - Neue Bäckerei
Am 19. Juni wurde im ehemals Rottmann'schen Hause, Kirchstraße 3, eine neue Gaststätte unter dem Namen "Zum Kobbenrod" eröffnet. Inhaber dieser neuen Gaststätte ist Gerhard Stute, Sohn des Gastwirts Otto Stute (zur Krone, früher Rüsing).
Der Bäckermeister August Wilhelm Haape errichtete in seinem Elternhaus an der Zimmerstr. 2 eine Brot- und Feinbäckerei, die am 16. Juni eröffnet wurde.

Die Dunkel'sche Mühle am Umlauf fällt

Nachdem das DEKA-Kaufhaus am Umlauf in seinem oberen (Wohn-)Teil fertiggestellt wurde, begann man mit dem Abbruch der uralten Dunkel'schen Mühle und ließ damit einen großen Verkehrsengpaß aus dem Stadtbild verschwinden.

15 Arbeitslose - Richard Schirrmann spricht
Am Ende des Monats Juni 1959 waren es nur noch ganze 15 Arbeitslose in Plettenberg und Herscheid, 9 Männer und 6 Frauen. - Im Lohwäldchen oberhalb vonm Holthausen veranstaltete der MGV Holthausen ein stimmungsvolles Waldfest. - Zum 50-jährigen Bestehen des Jugendherbergswerkes sprach der 85-jährige Richard Schirrmann in der Aula des Gymnasiums.


Die Mannschaft der Sportvereinigung Plettenberg 1911 im Aufstiegsjahr 1959:
Obere Reihe von links: Betreuer Friedrich "Boms" Höfer, Walter "Atte" Schneider, Hans-Otto Steinberg, Heribert Arndt, Friedrich-Wilhelm "Marki" Becker, Karl "Kalli" Rademacher, Horst "Hocken" Maire, Trainer Bernhard Diamant.
Untere Reihe von links: Torwart Heinrich "Heini" Golbach, Peter Barth, Ulrich Hierling, Horst "Molli" Seuster, Dieter "Hasso" Meier.

Sportvereinigung in höchste Amateurklasse aufgestiegen
SPortvereinigung 1911 in höchste Amateurklasse aufgestiegen
Die erste Mannschaft der Spvg. Plettenberg kam in die höchste Amateurklasse. Ihre Spieler: H. Meier, Rademacher, Schumacher, Becker, Schneider, Goldbach, Barth, Steinberg, Arndt, Maire, Seuster, D. Meier. Bereits in den Jahren 1925/26 erreichte die 1. Mannschaft des Vereins die damalige Südwestfalenliga.

Lebenslange Sperre für Tätlichkeit
Das Verbandsgericht des Westdeutschen Fußballverbandes in Düsseldorf schloss unter dem Vorsitz von Rechtsanwalt Dr. Claessen (Bonn) das Verfahren gegen den TuS Eiringhausen wegen der Vorfälle in Schwerte (1:2 Niederlage im Kampf um den Abstieg gegen SC Dahlhausen) ab. Das Urteil, das bereits die erste Instanz, nämlich die Spruchkammer des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes, Kaiserau, wegen der Tätlichkeiten gegenüber dem zurzeit noch in der Sportheilstätte Hellersen befindlichen Schiedsrichter Leidag gefällt hatte, wurde vom Berufungsgericht in Düsseldorf in vollem Umfang bestätigt. Das bedeutet eine Sperrung des Seniorenbetriebes des TuS Eiringhausen bis zum 30. Juni 1960. Die Spieler der ersten Fußballmannschaft würden bis zum 31. März 1960 und der Hauptschuldige auf Lebenszeit aus dem Westdeutschen Fußballverband ausgeschlossen.

Brückengeländer bewahrt Lkw vor Absturz

Juli 1959: Ein Lkw einer hiesigen Baufirma verunglückte auf der Brücke zwischen Böddinghausen und Papenkuhle. Die Brücke gab unter der Belastung nach und rutschte ab. Der Lkw durchbrach daraufhin das Gitter und wäre hinuntergestürzt, wenn nicht der Rest des eisernen Brückengeländers sowie der Anhänger den Fall aufgehalten hätten.

1. Preis für Peter Klassen
Für ein Bild der Madonna erhielt der talentierte junge Holthauser Peter Klassen den ersten Preis. Der Veranstalter der Ausstellung, die auf der Essener Gruga stattfand, war der Weltbund des Christlichen Vereins Junger Männer. Die Jury hatte unter 250 ausgestellten Arbeiten die besten Stücke auszuwählen.