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Des Gobelii Haus am Markt später Terens Haus (Nr. 27) Pz. 303 Auf diesem Haus lastete ein zum lutherischen und reformierten Pastorat gehöriger Kanon in Höhe von jährlich je 3 1/2 Stüber und einem Hahn im gleichen Werte.
Haus-Nummern
Henrich Gobbelen
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Quelle: WR Plettenberg vom 06.10.2006
Kein Denkmalschutz für Haus " Sonne"
Plettenberg. (jam) Das Amt für Denkmalpflege in Münster hat es abgelehnt, das Haus Wengenroth (ehem. Haus Zur Sonne) am Alten Markt für denkmalwürdig zu erklären. Damit besteht für die Eigentümer die Möglichkeit, die baufälligen Balkone abzureißen. Herabstürzende Fassadenteile hatten es bekanntlich aus Sicherheitsgründen erforderlich gemacht, einen Teil der vor dem Gebäude verlaufenden Fußgängerzone mit Gittern abzusperren.
Die im Laufe der Jahrzehnte vorgenommenen Veränderungen im Erdgeschoss mit Verlegung des Treppenhauseingangs sowie die eher schlichte Gestaltung der Wohnungen sei ausschlaggebend für das Urteil der Münsteraner Denkmalpfleger gewesen, erläutert Planungsamtsleiter Hartmut Engelkemeier. Gleichwohl werde das Gebäude als prägnant, stadtbildprägend und erhaltenswert bewertet.
Daraus leitet sich indes für die Stadt keine Handhabe ab, um auf die Sanierung und den Erhalt der maroden Erker drängen zu können.
Hartmut Engelkemeier verweist auf einen ähnlich gelagerten Fall am gegenüberliegenden Gebäude von "Hörnchen" Scherer. Der Versuch der Stadt, den Eigentümer zum Erhalt des markanten Türmchens auf dem Eckerker zu verpflichten, sei seinerzeit vom Verwaltungsgericht abgelehnt worden.
"Die Balkone könnten also abgebrochen werden, allerdings ist dafür ein Antrag erforderlich", betonte Engelkemeier. Bautechnisch sei das allerdings nicht "mal eben so" zu erledigen.
Die beiden in Griechenland wohnenden Hauseigentümer hätten am vergangenen Montag bei einem Besuch im Rathaus allerdings offen gelassen, ob sie die Balkone sanieren oder abreißen wollen. "Sie haben aber ihre Absicht erklärt, im Frühjahr mit der Sanierung des Gebäudes beginnen zu wollen."
So sei geplant, Fenster und Fußböden sowie die Haustechnik - also Elektrik und Heizung - zu erneuern. Über den "Sonderfall" Erdgeschoss - dort war kurzzeitig ein Wettbüro eröffnet worden - sei nicht gesprochen worden, sagte Engelkemeier.
So lange die bautechnischen Mängel nicht - egal, auf welche Weise - behoben seien, "bleibt der Sicherheitszaun stehen" betonte der Planungsamtsleiter.
FAKTEN
Quelle: WR Plettenberg vom 25.08.2006
Das Haus "Zur aufgehenden Sonne"
DATEN
Quelle: ST vom 27.07.2006
Fünfstelliger Betrag für Eckhaus-Sanierung: Nahrgang: "Nicht auf lange Bank schieben"
PLETTENBERG Weit sind die Politiker der Ortsunion und die Vertreter des Plettenberger Stadtmarketings am Montagabend bei ihrem Stadtrundgang nicht gekommen. Es lag nicht etwa an der Schwüle. Das teilweise leerstehende ehemalige "Hotel zur Sonne" am Alten Markt hielt sie auf – ein Gebäude in bester Lage, das immer mehr zu verkommen droht. Seit Jahren schon steht das Eckhaus gegenüber dem Stephansdachstuhl größtenteils leer und ist seit Wochen mit einem Bauzaun weiträumig abgesperrt. An der Fassade hat der Zahn der Zeit genagt; Teile des Erkerputzes hatten sich gelöst und waren auf das Natursteinpflaster geknallt. In den Schaufenstern im Erdgeschoss sind noch die Angebote des Wettbüros zu sehen, das sich vor wenigen Monaten dort eingerichtet hatte – und ohne Genehmigung der Stadt eröffnete. Inzwischen hat sich die "Eurotip" GmbH aus Plettenberg zurückgezogen, das Haus steht weiter leer. So könne es nicht bleiben, war die einhellige Meinung der CDU-Politiker und des Stadtmarketings-Vorsitzenden Uwe Nahrgang sowie der Geschäftsführerin Isabell Nonne. "Ich verstehe nicht, warum der Eigentümer eine Aufforderung braucht und nicht saniert", sagte Nahrgang. Grund dafür dürfte die beträchtliche Summe sein, die für eine Instandsetzung nötig würde. Denn nicht nur die Fassade ist marode, was aus dem Kreis der Vorbesitzerfamilie Ihne mit einem Kopfnicken bestätigt wurde. Man könne von einem fünfstelligen Betrag ausgehen, schätzte Uwe Nahrgang vorsichtig. Dennoch solle man die Sanierung nicht auf die lange Bank schieben, so Nahrgang weiter: "Je länger etwas dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einschläft", so der Vorsitzende. Er sprach sich dafür aus, mit dem Eigentümer in Kontakt zu treten und zu bleiben – und diesem das Leben nicht mit weiteren Auflagen wie etwa dem Denkmalschutz zu erschweren. Für die beste Lösung für die Immobilie hält Nahrgang ein Restaurant etwa in der Form des Gasthauses oder des Diebels-Kellers in Attendorn. In der ersten Etage könne er sich beispielsweise Büroräume und im Obergeschoss Wohnungen – zwei Parteien leben dort bereits – vorstellen.
Auch wenn der Blick in die Nachbarstadt geworfen wurde, so brauche man sich vor dieser nicht zu verstecken. "Wir können uns mit Attendorn messen." Hätte man Gastronomie am Alten Markt, so wäre auch mehr Betrieb in der Stadt. "Kunden kommen nunmal nicht von alleine". "Wir dürfen Plettenberg nicht immer schlecht reden und können nicht mehr warten", betonte Nahrgang angesichts des Eckhauses. Sein Modell: Zunächst eine niedrige Miete und später, wenn das Geschäft gut laufe, eine umsatzabhängige. "Leerstände bringen schließlich niemandem was". Engagement forderte die Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins, Isabell Nonne, von den Einzelhändlern. "Sie müssen Ideen entwickeln. Man kann ihnen nicht alles vorbeten", so Nonne. Nahrgang fügte hinzu: "Frau Nonne kann nunmal nicht zaubern, sonst wäre sie im Zirkus Alberti und nicht Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins". Das im Juli abgesagte Moonlight-Shopping soll im Übrigen zu Halloween am 31. Oktober stattfinden. Thema wird es in der nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe Gastronomie und Handel sein ebenso wie die Veranstaltung eines Familientages. Zur weiteren Steigerung der Attraktivität denkt das Stadtmarketing über eine Begrünung "der kahlen Fußgängerzone" nach. Bollerwagen und Schubkarren könnten bepflanzt werden, so Isabell Nonne. Für Bepflanzung und Pflege müssten allerdings die Plettenberger Geschäftsleute aufkommen, Gärtner des Bauhofes könnten dies, betonte der Beigeordnete Norbert Sunderdiek, nicht leisten.
Weitere Themen waren die Installation neuer Edelstahl- "Spielgeräte" und die Reinigung bzw. Erneuerung der über 30 Jahre alten "Kugel-Laternen". "Wenn da kein Strom drauf wäre, hätte sie ein Entsorgungsunternehmen schon längst abgeholt", nahm Stadtmarketings-Vorsitzender Uwe Nahrgang kein Blatt vor den Mund. "Früher waren sie hochmodern, heute sind sie nicht mehr zeitgemäß", gestand Norbert Sunderdiek im ST-Gespräch ein. Sunderdiek kündigte an, er wolle das Gespräch mit Bauhofs-Leiter Josef Spahn führen und einen Termin für eine Säuberung absprechen. Ob neue, eventuell glasklare Kugeln angeschafft und die Masten neu gestrichen werden, hängt schlussendlich von der Initiative der kommunalen Politik und des Stadtmarketings ab. pw
Quelle: WR Plettenberg vom 27.03.2006
"Sportwetten Eurotipp" eröffnet ohne Genehmigung
Plettenberg. (mau) Obwohl das Ordnungsamt den Nutzungsänderungsantrag zum Betrieb eines Sportwettenbüros im Haus "Zur Sonne" (ehemals Foto-Wengenroth) noch nicht genehmigt hat, eröffnete "Sportwetten Eurotipp" am Freitag seine neuen Geschäftsräume in exponierter Lage am Alten Markt. Ohne Folgen dürfte dieses Vorpreschen für den Betreiber nicht bleiben.
Geschäftseröffnung in der Innenstadt! Normalerweise müsste eine solche Nachricht in Zeiten zunehmender Geschäftsschließungen Jubelstürme auslösen. In diesem Fall mutet es eher nach einem Sturm der Entrüstung an.
Denn nach Meinung des in der City etablierten Einzelhandels ist "Sportwetten Eurotipp" keine Visitenkarte für die Fußgängerzone, was bereits propagiert wurde, als das lange leerstehende und zuletzt von Raumausstatter Perlitz als Ausstellungsraum für Deko-Artikel und Gartenmöbel genutzte Ladenlokal zum Wettbüro umgestaltet wurde.
Hakan, vor Ort von Eurotipp-Geschäftsführer Peter Raber (München) als Büroleiter eingesetzt, sieht sich und seinen Arbeitgeber fast einer Hetzkampagne ausgesetzt. Hinter den Kulissen mutmaßt er "Plettenberger Klüngel" unter Geschäftsleuten, Politik und Verwaltung. "Da will uns jemand verhindern, der am Offenborn selbst ein Geschäft mit ähnlichem Angebot plant", behauptet Hakan. "Was stört die Leute an diesem Wettbüro?", fragt er. Jeder andere hätte ebenfalls Gelegenheit dazu gehabt, die Geschäftsräume zu kaufen bzw. zu mieten.
Dass sich in direkter Nachbarschaft, in den früheren Räumen der Metzgerei Schlotte in der Neue Straße, auch ein Sportwettbüro befindet - ein offenbar genehmigtes -, erweckt bei Hakan nicht gerade Verständnis. "Wir schaffen schließlich vier Arbeitsplätze; und an der Zahlung von Ablösesummen für Autostellplätze solls auch nicht scheitern."
Sein Chef habe die Eröffnung für Freitag, 12 Uhr, angeordnet; mögliche Konsequenzen kalkuliere er ein, so Hakan. Planungsamtsleiter Hartmut Engelkemeier, der freitags im Rathaus eigentlich um 12 Uhr Feierabend hat,
"Nirgendwo so Zirkus wie in Plettenberg"
Bürgermeister Klaus Müller fühlte sich laut Aussage gegenüber der WR schon durch die Plakatierung im Schaufenster während der Umbauphase von dem Wettbüro-Betreiber "überrannt". Jetzt hat dieser Fakten geschaffen - wohl auch, um die offenbar langwierige Prüfung im Rathaus zu beschleunigen, ob ein Wettbüro am Alten Markt nach der geltenden Satzung der Stadt für gewerbliche Betriebe in der Fußgängerzone zulässig ist.
"Wir betreiben als Wettanbieter bundesweit 106 lizenzierte Ladenlokale. So einen Zirkus wie in Plettenberg haben wir noch nirgendwo erlebt." Für Hakan indes steht fest: "Und wir werden auch hier am Alten Markt ein Geschäft aufmachen."
Quelle: WR Plettenberg vom 23.02.2006
Haus Wengenroth soll unter Schutz
Plettenberg. (HH) Die Stadt Plettenberg leitet derzeit das Verfahren zur Unterschutzstellung des Hauses Wilhelmstr. 25 (früher Wengenroth) ein.
Mehrere Bürger hatten bei der Stadt die Unterschutzstellung angeregt, offenbar weil sie befürchteten, ein Käufer könnte das Gebäude abreißen und an gleicher Stelle einen weniger gegliederten Neubau erstellen. Nachdem eine Nutzung als Wettbüro aus baurechtlichen Gründen nicht möglich ist, soll die Bausubstanz dieses stadtbildprägenden Gebäudes gesichert werden. Das Angebot von Wolfgang Ising auf der Stadtmarketingversammlung, den Antrag zu stellen, hatte sich damit erübrigt.
Schon 1725 beim Stadtbrand stand hier Gasthof Zur Sonne
Die Einleitung des Verfahrens zur Unterschutzstellung hat eine wesentliche Konsequenz: Sollte jetzt ein Antrag auf Abrissgenehmigung bei der Stadt für das Haus eingereicht werden, müsste zunächst die Denkmalprüfung abgewartet werden.
Unklar ist derzeit, ob neben der Stuck-Fassade auch das Innere des Gebäudes (Treppenhaus, Türen etc.) als Denkmal und damit erhaltenswert eingestuft werden können.
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