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1000 mm Wasserleitung mitten durch Lendringsen
Baufortschritt in der Erde versenkt. Nach dem Krieg
wurden die noch nicht in die Erde versenkten Rohre von
der Preussag AG wieder abtransportiert. In späteren Jahren stieß man
bei Kanalbauarbeiten immer wieder mal auf die Reste der Rohrleitung.
Doch nicht nur Kühlwasser musste über große Entfernungen zur
Untertageverlagerung "Schwalbe 1" in den Oberrödinghauser Steinbruch
transportiert werden. An vielen Stellen im Lendringser Stadtgebiet,
insbesondere im Bereich der Wiesen und Felder, standen zahllose
hölzerne "Galgen", an denen eine Rohrleitung mit etwa 100 Millimeter
Durchmesser sowie Kabelsträngen aufgehängt waren (Quelle: Zeitzeuge
Karl Hasecker). Hierbei handelte es sich vermutlich um jene
Transportleitung, durch die flüssige Kohle in das Untertage-Hydrierwerk
geleitet werden sollte.
Quelle: "Stollen im Fels und Öl fürs Reich - Das Geheimprojekt 'Schwalbe 1'",
Kai Olaf Arzinger, 2. Auflage 1997, S. 55, ISBN 3-922885-70-5,Hans-Herbert Mönnig
Verlag Iserlohn
Rohre großteils verlegt, aber nicht verschweißt
Schwalbe 1 - Die Wasserversorgung: Im Raum Fröndenberg, am Ruhrabschnitt
"Westicker Wehr", sind noch die Betonreste der Wasserentnahmestation
zu sehen.Von hier aus sollte durch eine 1000 Millimeter starke Rohrleitung
das benötigte Wasser herantransportiert werden. Nach Kriegsende waren
die Rohre zwar größtenteils verlegt aber noch nicht verschweißt worden. Das
hierfür benötigte Pumpwerk sollte oberhalb des Cossack-Hofes angelegt
werden, die Baugrube hierfür war bereits ausgehoben worden."
Quelle: "Landschaftsführer durch den heimischen Raum.
Geologische Exkusionen im Mendener Hügelland" -
17. Beitrag zur Landeskunde des Hönnetals, von Andreas Ritzel,
216 S., 1991
Stollen durch den Rodenberg nicht auszuschließen
". . . Folgt man den Fuchshöhlenweg 250 weiter nach
NO bis zum letzten Haus auf der rechten Straßenseite, wo zwei
Fußwege in den Wald führen, so hat man die Möglichkeit, zwecks
Erkundung zwischen zwei Schürfstellen im Konglomerat aus den
letzten Kriegsmonaten zu wählen. Der Pfad nach SO führt zu drei
Gesteinshalden, die von dem Aushub des Stollens an dem jetzt
unter Naturschutz stehenden Amphibienteich stammen."
". . . Am Waldsportplatz 15, links beginnt
einige Meter südöstlich des Weges unvermittelt ein 6-8 m tiefer
V-förmiger Einschnitt..... leider ist der untere Teil dieser
Wand durch hineingeworfene Äste und Schutt verdeckt, so das nicht
zu erkennen ist, ob vielleicht ein Stollenmundloch dahinter verdeckt
liegt. Nicht auszuschließen wäre, daß, ähnlich wie an anderen Stellen,
z. B. am NW-Hang des Rodenberges, in den letzten Kriegsmonaten ein
Stollen für ein geplantes Hydrierwerk in den Berg vorgetrieben wurde." |