Quelle: Vermessung der Stollengänge mittels Bandmaß, Lasermessgerät und GPS


Eins-R Zwei-R Rolloch Eins-L Zwei-L Drei-L Vier-L Sechs-L Sieben-L Vom Rolloch-Stollen aus, in dem der Brecher steht, wurden die gefundenen Stolleneingänge nach ihrer Lage vom Rolloch-Stollen (St.Mdl.) aus von den Autoren fortlaufend nummeriert. Alle links vom Brecher-Rolloch liegenden Zugänge tragen neben der fortlaufenden Nummerierung ein l für links, alle rechts vom Brecher-Rolloch aus liegenden Zugänge ein r für rechts.

Brecher-Rolloch (St.Mdl.)      1l      2l      3l      4l      5l      6l      7l

Hauptverbindungsstollen (rot)      Hauptverbindungsstollen (gelb)      Rund um "Stollen gelb"


1r      2r      3r      4r      5r

6r (Kies-Rolloch)      10r      11r      12r      13r      14r      15r      16r      17r



Mit solchen Loks wurden die Kalksteine aus dem Steinbruch "Emil 1" abgefahren. Foto: Sammlung Karl Hasecker


Der innerbetriebliche Transport von Sprengstoff und die Rangierarbeit im Bahnhof des Kalkwerkes erfolgte bis 1969 mit dieser 75 PS starken Schmalspur-Dampflok Nr. 78 (750 mm) der Berliner Maschinenbau AG (vormals Luois Schwarzkopff, Berlin). Die Lok ist Baujahr 1937 und hieß im Sprachgebrauch der Kalkwerker der "Rote Teufel". Sie wurde gesteuert von "Leck Anton". Die Lok steht vor dem Verwaltungsgebäude der Kalkwerke in Oberrödinghausen. Im Bereich der gelb eingezeichneten Hauptstollen sind rußgeschwärzte Deckenbereiche Beleg für den Einsatz von Dampfloks. Dabei handelte es sich um größere Loks (siehe oben die Nr. 60), von denen 1952 noch sechs Stück im Einsatz waren.


Was mögen der Lokführer und der Heizer der Lok 78 durch diese Fenster vor den Stollen von Schwalbe I alles an Elend unter den Zwangsarbeitern gesehen haben . . .


Auf einem Felsvorsprung in 236 Meter Höhe, zur Hönnetalstraße hin, steht diese Luftschutzsirene. Mit ihr wurden die Zwangsarbeiter und die Bauleitung der Organisation Todt (OT) in der Schwalbe-Anlage vor Tieffliegerangriffen gewarnt, die im März/April 1945 stark zunahmen. In unmittelbarer Nähe der Sirene finden sich noch Reste kleinerer Gebäude, vermutlich Unterstellschutz/Toiletten für Wachmannschaften oder Beobachtungsposten, sowie eine Tankanlage mit eingebautem (ca.) 10.000 Liter-Tank. Letzterer dürfte aus der Nachkriegsnutzung durch die Kalkwerke stammen.


Die verschiedenen Höhen des Steinbruchgeländes "Emil 1"


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