Quelle: "Kriegstagebuch" der Oberbauleitung Schwalbe 1 (in Xaver Dorsch "Die bombensichere Verlagerung von Industrieanlagen", 1947)

Firma Spindeldreier

Für den Bau der Untertageverlagerung "Schwalbe 1" mussten nicht nur erhebliche logistische Anstrengungen unternommen werden, damit ausreichend Menschen und Material an die Steinbruch-Baustelle kamen. Die Anwesenheit von rund 5000 neuen Bewohnern, die für "Schwalbe 1" nach Lendringsen kamen, erforderte auch von Seiten der Gemeinde erheblich Anstrengungen in Sachen Infrastruktur. Durch die Verdoppelung der Einwohnerzahl ergab sich auch ein erheblicher Anstieg des Wasserverbrauchs. Die Brunnenbau-Firma Spindeldreier wurde in Absprache zwischen Bürgermeister Becker und der OT-Bauleitung u. a. damit beauftragt, neue Wasserleitungen für die Trinkwasserversorgung zu verlegen:

6. November 1944
Wetterverhältnisse: regnerisch.
Im Gelände der Bauleitung "Berg" ein Betriebsunfall. Im Bereich der Bauleitung V wird die Firma Spindeldreier als Brunnenbaufirma neu eingesetzt zur Sicherung der Trinkwasserversorgung für Lendringsen. Die zu verlegende Wasserleitung muss elektrisch geschweisst werden. Die Stromzuführungsverhältnisse werden unter Hinzuziehung der interessierten Firmen, insbesondere der Preussag, unter Hinzuziehung des Vertreters des Rhein.-Westf.- Elektrizitätswerkes festgelegt.


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