Quelle: Bundesarchiv, Abtlg. Militärarchiv Freiburg, ZA 1/1762-1770

Tarnname "Julius Schmitt GmbH"

" . . . Die Planung der unterirdischen Fabrik erfolgte durch die Mineralölbaugesellschaft mbH in Berlin [Belle-Alliance-Straße 7-10 in Berlin-Kreuzberg] (Direktor Simmat), damals verlagert nach Luckenwalde. Sie trat auf der Baustelle unter der Tarnfirma Julius Schmitt GmbH auf."


Quelle: Bundesarchiv, R 9348, Oberschlesische Hydrierwerke Blechhammer AG, 1939-1948

Die Mineralölbaugesellschaft hatte bereits ab 1939 ein Hydrierwerk geplant im Rahmen des Mineralölprogramms des Bevollmächtigten für die Sonderfragen der chemischen Erzeugung - vorrangig zur Sicherstellung der Versorgung der Wehrmacht/Luftwaffe mit Auto- bzw. Flugbenzin. Das Reichsamt für Wirtschaftsausbau beauftragt die Mineralölbaugesellschaft mbH Berlin mit Planung und Bau des Werkes; Finanzierung zunächst durch Reichsmittel, als endgültiger Träger eine unter Beteiligung der oberschlesischen Steinkohlengesellschaften (u.a. Preussag, Giesche's Erben, Reichswerke Hermann Göring) zu bildende Gesellschaft vorgesehen; Gründung der Trägergesellschaft "Oberschlesische Hydrierwerke AG Blechhammer" durch Gesellschaftsvertrag vom Dez. 1939 zunächst als reine Reichsgesellschaft unter Bereitstellung von 50 Mio außerordentlicher Haushaltsmittel; im Aufsichtsrat drei Vertreter des RWM sowie je ein Vertreter des RFM, der Reichswerke Hermann Göring und der Preußag; Garantievertrag (Preis- und Absatzgarantie des Reichs) zwischen Reich (RWM und RFM) und Hydrierwerke Oberschlesien AG vom 18.9./1.10.1942
Direktor Simmat hatte für die Mineralölbaugesellschaft auch schon Planungen für Aluminum-Produktionen in Norwegen (1941) durchgeführt. Quelle: Robert Bohn: "Reichskommissariat Norwegen", Schriftenreihe des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Oldenburg 2000


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