Quelle: Vermessung der Stollengänge von "Schwalbe I" im Steinbruch "Emil 1" mittels
Bandmaß, Lasermessgerät und GPS durch Horst Klötzer und Horst Hassel
R 3419319- H 5695624 (Stollen 6r)
Dies ist ursprünglich der "Stollen 9" gewesen, wie Zeitzeuge Karl Hähnchen, der
1944/45 in dem Stollen als Sprengmeister tätig war, berichtet. Bei Beginn der
Arbeiten fand Karl Hähnchen hier einen bereits ca. 20 Meter tiefen
Stolleneingang vor. Der Sprengmeister war auch für die Querstollen
zuständig. Dass es im Querstollen, also in der Verbindung zum Nachbarstollen
10, so katastrophal aussieht (große Felsbrocken haben sich aus dem
Deckgebirge gelöst), ist vermutlich Ursache einer Sprengung mit viel
zu viel Sprengstoff, die Karl Hähnchen miterlebt hat.

Durch ein Rolloch in der Firste rutschte der Kies auf eine zweite
Ebene im Stollen 6r. Der Kieshaufen verdeckt diese zweite
Ebene. Unter der 2. Ebene waren Schienen verlegt, der
Kies wurde von hier aus in Loren verladen. Auf der zweiten Ebene (durch
Stahlträger hergestellt) lagern noch Holzschwellen, seitlich aus
der Decke wird aus einer Spalte Lehm durch Regenwasser herausgespült.
Hinter dem Kieshaufen und dem Stahlträgerüst der zweiten Ebene geht
der Stollen 6r noch etwa 25 Meter weiter und endet "vor Ort".

Dieser heute noch etwa 5 Meter tiefe Trichter diente zum Einfüllen des
Kies'. Er liegt auf der 263 Meter hohen Steinbruchfreifläche bei der
Koordinate R 3419249 H 5695 559.

Eine ältere Aufnahme des Kies-Rolloch-Stollens. Quelle: die warte - Heimatzeitschrift
für die Kreise Paderborn und Höxter - Heft 126 Sommer 2005, S. 36
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