Quelle: Vermessung der Stollengänge von "Schwalbe I" im Steinbruch "Emil 1" mittels Bandmaß, Lasermessgerät und GPS durch Horst Klötzer und Horst Hassel

R 3419384 - H 5695601 (Stollen 3r)


Das Stollenmundloch des Stollens 3r. Obwohl die Firste hier schon 8,80 Meter über der Sohle liegt, erkennt man an den Bohrlöchern über dem Mundloch, das eine noch größere Höhe für den Stollen geplant war.

Dieser Stollen liegt, vom Brecher-Rolloch-Stollen aus gesehen, hinter der kleinen, natürlichen Öffnung, die im Stollenort erst entdeckt werden kann, wenn man unmittelbar davor steht. Wer die Lore im Hauptstollen entdeckt hat findet 11 Meter dahinter auch die kleine Öffnung. Hat man sie durchkrochen, steht man nach 9 Metern in einer kleinen Halle mit 9,35 Metern Deckenhöhe. Sie ist entstanden, als mehrere Gesteinsbrocken sich aus der Firste lösten. Der größte der Steine dürfte deutlich über 15 Tonnen wiegen. Die kleine Halle ist mit heruntergebrochenem Gestein angefüllt, aus dem noch Schienen herausragen.


Blick vom Hauptstollen tagsüber in Richtung Stollenmundloch. Dieses Stollenmundloch ist nur zur Hälfte mit Abraum zugeschoben worden.


Diese Aufnahme wurde bei hereinbrechender Dunkelheit gemacht, damit das von außen kommende Licht reduziert war und eine Langzeitbelichtung erfolgen konnte.


Ins Berginnere führt an dieser Stelle (3r) vom Hauptstollen aus ein 48 Meter tiefer Blindstollen, der auf den letzten 20 Metern bis "vor Ort" nur noch eine Höhe von 3,15 Metern hat, im vorderen Teil aber 6,50 Meter hoch und 8,80 Meter breit ist. Am Boden sind die wellenförmigen Erhebungen zu erkennen, die nach der Demontage von zwei Gleissträngen zurückblieben.


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