Quelle: Vermessung der Stollengänge von "Schwalbe I" im Steinbruch "Emil 1" mittels Bandmaß, Lasermessgerät und GPS durch Horst Klötzer und Horst Hassel

R 3419495- H 5695556 (Stollen 1r)


Zwei Gleispaare mit 600 mm Spurweite (Feldbahngleise) sind unter dem Abraum verschüttet.

Nach 91 Metern im Hauptstollen (ab Kreuzung Brecher-Rolloch-Stollen) zweigt dieser Stollen nach rechts ab. Er ist 5 Meter breit und 4 Meter hoch. Die Gesamtstollenlänge ist 90 Meter. Das Stollenmundloch ist von außen bis über die Firste mit Abraum zugeschoben worden - nur vom Hauptstollen aus ist der Stollen zu erkunden. 21 Meter nach der Kreuzung findet sich im rechten Stoß ein "Zylinder" von 3,00 Meter Breite und 3,60 Meter Tiefe. Er endet im Deckgebirge in einer Höhe von 14,50 Meter (ab Sohle).
Folgt man dem Stollen weiter in Richtung verschüttetem Stollenmundloch, stößt man auf zwei Gleise der Feldbahn (600 mm Spurweite), die dann wenig später unter dem Abraum verschüttet sind.


Solche Aufbrüche, die rund 15 Meter hoch ins Deckgebirge reichen, gibt es zahlreich in diversen Stollengängen. In diesen Aufbrüchen sollten Teile der Hydrieranlage (Zylinder-Tanks) Platz finden. Foto: Matthias Graben


21 Meter nach der Kreuzung stoßt man im "1r" auf diese kleine Halde. Hier befindet sich oberhalb der Halde im rechten Stoß ein "Zylinder" von 3,00 Meter Breite und 3,60 Meter Tiefe. Er endet im Deckgebirge in einer Höhe von 14,50 Meter (ab Sohle).

Der Stollengang "1r" ist offensichtlich bei "Mineraliensammlern" sehr beliebt. Sie haben alles kurz und klein geschlagen, was ihnen an in Quarz eingelagerten vermeintlichen Besonderheiten unter den Hammer gekommen ist. Etwa 30 Meter vor dem verschütteten Stollenmundloch zweigt nach links noch ein Gang ab. Der ist aber durch sandartigen Lehmboden, der aus der Firste rutscht, verschüttet.


Geologische Aufschlüsse der farbenprächtigeren Art.


Rechts der Hauptstollen, von dem der Stollen "1r" in Richtung Nordost abzweigt. Der Pfeil stammt aus neuerer Zeit und soll wohl die Orientierung in dem weitverzweigten Stollensystem erleichtern. Die breiten weißen (senkrechten) Markierungen stammen aus der Bauzeit der Stollenanlage. Man findet sie an vielen Stellen im System. Sie dienten den Bohr- und Sprengkommandos als Orientierungslinie und markierten den noch aufzuwältigenden nächsten Stollengang.



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