Quelle: Vermessung der Stollengänge von "Schwalbe I" im Steinbruch "Emil 1" mittels Bandmaß, Lasermessgerät und GPS durch Horst Klötzer und Horst Hassel

R 3419253- H 5695772 (Stollen 12r)


Auf Höhe 176 Meter liegt die Öffnung zum Stollen 12r. Er ist rund 80 Meter tief und endet in einer Kreuzung. Nach rechts zweigt ein Stollen etwa 5 Meter ab - im Abzweig liegt die unten zu sehende umgestürzte Lore. Geradeaus geht es ebenfalls nur 4 bis 5 Meter, nach links aber ist der Stollen nach etwa 25 Metern verstürzt und auf der gesamten Länge mit Lehm angefüllt. Im Lehm nahezu versunken ist eine Lorenaufsatz. Am Ende dieses Stollens hat sich durch Verwerfungen im Gestein ein schluchtartige Verbindung zum nächsten Stollen aufgetan. Ein Passieren dieser Stelle ist allerdings lebensgefährlich.


Diese Loren (es stehen insgesamt drei Loren an dieser Stelle) liegen etwa 25 Meter hinter dem Stollenmundloch. Kurz vor den Loren ist durch einen Versturz in einem Aufbruch (quadratischer Schacht von ca. 3,50 mal 3,50 Meter, der 15 Meter hoch ins Deckgebirge gesprengt wurde) jede Menge Gestein aus der Firste in den Stollen gerutscht (siehe nachfolgendes Foto).



Blick von unten in den 15 Meter hohen noch intakten Aufbruch, der wenige Meter hinter den Loren zu sehen ist. Solche Aufbrüche finden sich an mehreren Stellen in den Stollengängen, immer im Stoß (Seitenwand) des Stollens. Unbekannt ist, welche Funktion sie haben sollten, bzw. welche Anlagenteile hier eingebaut werden sollten.


80 Meter hinterm Stollenmundloch zweigt an dieser Kreuzung ein Stollengang nach rechts ab - die Lore hat die Rechtskurve wohl zu schnell genommen . . .


Dieser Stollengang ist im Laufe der letzten 65 Jahre durch Ausspülung des Gesteins mit Lehm fast zugeschwemmt worden. Er sollte wohl ursprünglich eine Verbindung mit dem Hauptstollen bekommen, durch Verwerfungen - zum Teil ist das Deckgebirge im rechten Stoß zehn Meter und mehr heruntergebrochen - musste dieser Plan aber scheinbar aufgegeben werden.


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