Quelle: "Mendener Bergbau", 11. Beitrag zur Landeskunde des Hönnetals, Dr. Hugo Banniza, 1977, S. 13

5. Königsgrube V - Bleierzgrube bei Höingsen

Das von Dückersche Grubenfeld "Neuburg" wurde in seiner Gänze überdeckt von dem Feld des Bleierz-Bergwerkes "Königsgrube V", das unter dem 2. Mai 1862 an Engelhard Neuhaus aus Uentrop und seinen Mitgewerken Wilhelm Gundlach zu Hüsten verliehen wurde. Der Bergwerksgründung lag eine Mutung vom 03.07.1861 unter dem Namen "Kaisergrube" zugrunde, der schon vor der Verleihung in "Königsgrube V" geändert wurde.

Gemutet wurde ein gangartiges Bleierz-Vorkommen am sog. "Buchholz" bei Höingsen., Flur IX, Parzelle 9/1. Bei der ersten Gründungsverhandlung am 29.11.1861 waren außer den Gewerken Neuhaus und Gundlach noch anwesend: Theodor von Dücker als Besitzer der angrenzenden Grube "Neuburg" und Bergmeister Emmerich vom Bergrevier Arnsberg. Die Bauwürdigkeit der Bleiglasurerze wurde vom Bergmeister Emmerich anerkannt; seitens des Freiherrn von Dücker erfolgte keine Einrede. Die Beteiligungen wurden zunächst je zur Hälfte für Neuhaus und Gundlach festgelegt. Die Feldesfestsetzung erfolgte am 17. Februar 1862 bei einer weiteren Verhandlung in Arnsberg.

Bei einer Akte des Oberbergamtes Dortmund fand sich ein zwar teilweise undeutlicher, aber doch ganz aufschlussreicher sog. "Verleihungsriss", der außer dem Feld "Königsgrube V" auch die Felder "Neuburg", "Juda" und "Höingsen" südwestlich von Haus Rödinghausen zeigt.
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