Quelle: "Mendener Bergbau", 11. Beitrag zur Landeskunde des Hönnetals, Dr. Hugo Banniza, 1977, S. 44

29. Franziska - Eisenerzgrube bei Sümmern

Der Landwirt Theodor König in Bixterhausen bei Sümmern erhielt im September 1858 eine Eisenerzgrube unter dem Namen "Franziska" als alleiniger Inhaber auf eigenem Grund verliehen. Vorhergegangen war am 22.05.1858 die vorgeschrieben Mutung und Inaugenscheinnahme, bei der die Bauwürdigkeit der Lagerstätte bergamtlich festgestellt wurde.

Nach Zustellung der Verleihungsurkunde kam es im Dezember 1858 noch zu einer Verhandlung vor dem Amtsgericht Menden, bei der König im Zusammenhang mit der beantragten Eintragung des Bergeigentums geltend machte, dass er die verlangten Kataster-Auszüge noch nicht vorlegen könne, weil lt. Auskunft von Amtmann Alsing die Grundbücher und die Mutterrolle z. Zt. zur Überprüfung an den Kataster-Inspektor zu Arnsberg eingereicht waren. Die Hypotheken-Kommission des Bergamtes Siegen entschied dazu, dass Kataster-Auszüge nur über solche Grundstücke beizubringen seien, die als sog. "Pertinenz-Grundstücke" (= dingliches Zubehör) zur Grube anzusehen seien und deshalb im Berggegenbuch eingetragen werden müssten. Die Grube wurde daraufhin unter dem Namen des Theodor König im Berggegenbuch eingetragen und dort bis 1935 geführt.

Die Gewerken-Liste enthielt nur Theodor König als alleinigen Besitzer von "Franziska". 1859 und 1860 wurde die Grube jeweils um 1 Jahr, Februar 1862 dann auf unbestimmte Zeit gefristet. - Leider fanden sich über die Grube, ebenso wie über die vorgenannten 4 anderen sümmerschen Betriebe, keine Betriebs-Akten, die über Umfang und Dauer der Ausbeute weitere Angaben hätten bringen können.


Quelle: Berggrundbuch am AG Iserlohn

Das Eisenerzbergwerk Franziska liegt in der Gemeinde Sümmern, Kreis Iserlohn, Regierungsbezirk Arnsberg, Oberbergamtsbezirk Dortmund. Es ist am 2. September 1858 zu einer Fundgrube und 936 140/196 Massen, auf dem Verleihungsriß mit den Buchstaben O.H.F.M.N.Q. R.S. bezeichnet, zur Gewinnung der in diesem Felde vorkommenden Eisenerze nach der Vorschrift der Kurkölnischen Bergordnung vom Jahre 1669 und des Gesetzes vom 1. 7. 1821 verliehen worden.

Vom Berggrundbuch Band 21 Blatt 368 übernommen auf Grund des früher dort bestehend gewesenen Bergwerkseigentums zufolge Anregung des Preußischen Oberbergamts in Dortmund.
Eingetragen am 28. Dezember 1935.