Quelle: "Bergbau im Bereich des Amtsgerichtes Plettenberg", Fritz Bertram, 1952-1954, S. 81-82

5. Laura I u. II - Eisenerzgruben nördlich von Ohle

Die Lage dieser Grubenfelder ist in den Mühlenbergschichten, also Grauwackensandsteine, die dem Unteren Mitteldevon zugerechnet werden. In den Feldern Laura I und Laura II, davon der eine Fundpunkt auf der Höhenkurve 320 m SSW vom Gipfel der Steinklapper, der andere 225 m SW vom Punkt 266, im Olmecketal liegt, sind bis 40 Zentimeter mächtige, brauneisenreiche Schichtungen aufgeschlossen worden. Die Analysen ergaben 10,86 Prozent, 8,26 Prozent, 23,11 Prozent und 29,19 Prozent Eisen.

Der Muthungsbericht der Grube Laura I besagt: Am 16.12.1857 wurde die Muthung eingelegt....


Nach Fritz Bertram müsste hier die Grube Laura I gelegen haben, denn diese Stelle beschreibt Bertram als "320 Meter SüdSüdWest vom Gipfel der Steinklapper auf der Höhenkurve 320 Meter". Nach Schlütter/Wientzek von 1993 ist dies der Fundpunkt "Laura II". Nach der Beschreibung im Berggrundbuch liegt hier "Laura II".


Quelle: Vom frühen Erzbergbau im Märkischen Sauerland, Heinrich Streich, 1979, S.90

Laura I und II: Diese beiden Gruben liegen bei Ohle im Tal der Ölmühle. Laura I gemutet am 16. Dezember 1857, verliehen am 9. April 1859. Laura II gemutet am 20. November 1856, verliehen am 4. September 1859. Beide Felder wurden konsolidiert zur Gewerkschaft "Vereinigte Laura" am 18. August 1862 und ein dritter Stollen angelegt. 1872 Konkurs.


Quelle: Berggrundbuch beim Amtsgericht Plettenberg, Kopie StAPl I/57 (M. Zimmer)


Die in der Gemeinde Ohle im Kreise Altena
gelegene Eisenstein-Zeche Vereinigte Laura
Das Eisenstein-Bergwerk Vereinigte Laura liegt in der Gemeinde Ohle, im Kreise Altena. Dasselbe ist durch Consolidation der bisherigen beiden einzelnen Eisenstein-Bergwerken Laura I und Laura II entstanden, indem diese Grubenfelder durch die unterm 18. August 1862 oberbergamtlich genehmigte Consolidations-Verhandlung vom 15. Januar .... anni zu einem Werke unter dem Namen "Vereinigte Laura" vereinigt worden sind. - Die genannten beiden einzelnen Bergwerke besaßen folgende Berechtsame:

I. Eisenstein-Bergwerk Laura I
Dasselbe gründet seine Berechtsame auf die Muthung vom 16. December 1857, welche eine auf Buschgrund des Peter Thus in Ohle entdeckte, zuerst in der gelöschten Muthung "Gewalt" vom 11. Juni 1855 be.... gewesene flötzartige Eisenerz-Lagerstätte be.... Der Fundpunkt liegt nach markscheiderischer Feststellung von der südwestlichen Ecke des Hauses P. D. Sure in Ohle in hora Ost 3 0¾/16 = 164 ½ Lachter entfernt. - Ausweise der Augenscheins-Verhandlung vom 20. November 1856 waren daselbst auf der Sohle eines im Grauwackegebirge stehenden, 4 ¼ Lachter tiefen Schachtes, 3 ½ nach Süden ausgelenkt und bei 2 ½ Lachter Streckenlänge ein Ort 2 ½ Lachter weit nach Westen getrieben, und dadurch ein 16 Zoll mächtiges, mit den Grauwackeschichten conform gelagertes, flözartiges mit 25 Grad nach Norden einfallendes Brauneisensteinflöz aufgeschlossen.
Das Hangende bestand aus einem hellen Grauwackensandstein und das Liegende aus einem gänzlich aufgelösten Thonschiefer...

II. Eisenstein-Bergwerk Laura II
Dasselbe gründet seine Berechtsame auf die Muthung vom 16. December 1857, welche eine auf Buschgrund des Pastorat zu Ohle entdeckte, zuerst in der gelöschten Muthung "Friedrich Wilhelm" vom 11. December 1854 besprochen (?) gewesene flözartige Eisenerz-Lagerstätte be.... Der Fundpunkt liegt nach markscheiderischer Ermittelung von der nordwestlichen Ecke der Oelmühle des Peter Sur zu Ohle gegen Osten in hora 12 12/16 = 429 Lachter 1 Achtel entfernt. Daselbst war nach der Augenschein-Verhandlung vom 20. November 1856 auf der Sohle eines 5 Lachter tiefen Schachtes in hora 11 nach Norden eine 4 Lachter lange Strecke aufgefahren und und mit Letzterer in 2 ¼ Lachter Entfernung vom nördlichen Schachtstoße ein 2 Fuß 5 Zoll mächtiges, mit dem Nebengestein conform gelagertes flözartiges Brauneisensteinflöz aufgefahren, welches mit 72 Grad nach Norden einfiel und in hora 7 strich.
...

Namen der Gewerke (Anteilseigner)
1. Kaufmann Julius Wolff zu Dortmund 8 Kuxen
2. Kaufmann Theodor Spennemann zu Witten 16 Kuexen
3. Schichtmeister Carl Benerken zu Witten 104 Kuxen

4. Zimmermeister Heinrich Kaempfert zu Foerde bei Grevenbrück 32 Kuxen
5. Schichtmeister Carl Benerken zu Witten 72 Kuxen

6. Cassirer Friedrich Spiethoff zu Witten 10 Kuxen
7. Schichtmeister Carl Benerken zu Witten 62 Kuxen

8. Kaufmann Julius Wolff zu Dortmund 7 17/33 Kuxen
9. Kaufmann Theodor Spennemann zu Witten 15 1/33 Kuxen
10. Zimmermeister Heinrich Kaempfert zu Foerde bei Grevenbrück 30 2/33 Kuxen
11. Kassirer Friedrich Spliethoff zu Witten 9 13/33 Kuxen
Eingetragen: Nr. 1 - 3 am 19. September 1862, Nr. 4 am 26. Juli 1863, Nr. 5 am 26. Juli 1863, Nr. 6 am 4. Juni 1864, Nr. 7 am 4. Juni 1864, Nr. 8 - 11 am 12. April 1866

Transkription: H. Hassel 04.07.2007


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