Die Glocken der Christuskirche

Horst Hassel

In der heutigen Kommunikationsgesellschaft sind wir nicht nur an jedem Arbeitsplatz, sondern auch mobil immer und überall per Handy, ipod, smartphone, Internet-Laptop etc. erreichbar. Vor hunderten von Jahren gab es das alles nicht, da informierten sich die Plettenberger über die Glocken der Kirche darüber, was "die Uhr geschlagen hat". Und es war nicht nur die Uhrzeit, die von der "Uhrklocke" vom Turm der damaligen Lamberti-Kirche weit im Land zu hören war. Bei Feuersbrünsten, Überfällen fremder Heere oder Nachbargemeinden und nicht zuletzt bei Todesfällen erklangen und informierten die Kirchenglocken in unterschiedlichen Tonstärken und -höhen.


Alle drei (Stahl-)Glocken wurden im Jahre 1920 vom Bochumer Verein gegossen als Ersatz für die im Weltkrieg 1914-18 geopferten alten (Bronze-)Glocken von 1725. Fotos: Horst Hassel

Wann genau die ersten Glocken im Turm der heutigen Christuskirche zum Gottesdienst einluden oder bei Feuersbrünsten die Bürger zum Löschen riefen, ist nicht bekannt. Vermutlich hatte schon die Vorgängerkirche an dieser Stelle eine Glocke. Der verheerende Stadtbrand vom 12. April 1725 vernichtete nicht nur die gesamte Innenstadt, sondern verschonte auch den Turm der Christuskirche nicht. Johann Dietrich von Steinen hat 1755 notiert, was damals mit den Glocken der Lambertikirche geschah:

"Weil auch in dem grossen Brande [1725] der Haupt-Thurm mit verbrannte, sind auch alle Klocken zerschmolzen; es waren aber vor dem Brande auf dem Haupt-Thurn drey grosse Klocken und eine kleine so genannte Salve Klocke, womit man besonders zur Kinderlehre geläutet hat.
Nach dem Brande sind aus dem geschmolzenen Erz vier Klocken wieder gegossen worden, nemlich die Bet- Sturm- Todten- und Uhr- Klocken."

Auf der Außenseite der Kirchenglocken waren und sind immer Texte erhaben mit eingegossen worden. Dank Johann D. von Steinen wissen wir, was auf zwei beim Brand weggeschmolzenen Glocken gestanden hat:

Auf der grossen Klocke stunden die Worte:
Den grote Lambertus is unse Patron
Den helpet uns in des Himmels Thron

Auf der zweyten Bürger- und Sturmklocke stunde:
Sünte Catrina sin eck geheiten
Dat sol dat ganze Kerspel geneiten


Auch die derzeitigen Stahl-Glocken im Turm der Christuskirche tragen eine Inschrift. Hier lautet sie "Haltet an am Gebet", der Weihespruch lautet: "Doch auch zu ernster Arbeit mahnt der Glocken Schlag"

"Das Glockenrätsel" oder "vier Glocken führen ein Gespräch"

Der damalige Pastor M. Thöne (1725) hat zum Andenken des Brandes auf die gröste Klocke diesen Zeitvers setzen lassen:
HeV eXCIDIVM PLettenbergense terrIbILe.
Bey der Gelegenheit dieses Plettenbergischen Klockengusses hat ein Ungenannter folgendes auf den Gebrauch der Klocken gerichtetes Räthsel verfertigt:
Einige aus dem Feuer und Grabe herausgeführte aufgehangene Schwestern, führen nach empfangenen harten Schlägen dieses Gespräch:

Die erste (Betklocke)
Posco preces, ad farca voco, postremaque solvo.
Ihr Leute betet an, komt, höret Gottes Lehre, ich zahle nach dem Todt, die lezte Schuld und Ehre.

Die zwyte (Sturmklocke)
Terrens notifico flammas, & convoco cives,
Ich schrecke, wenn Gott straft mit Krieg und Feuersflammen, auf meinen Winck thu sich die Bürgerschaft zusammen.

Die dritte ( Todtenklocke)
Ceu præco mortis mortalibus indico mortem.
Merckt auf ihr Sterblichen, und diese Stimme deutet, ich will dass da ihr lebt, zum Tode euch bereitet.

Alle diese drey sprechen zusammen.
Tam læto canimus quam tristi cantica casu.
Wir führen ein Gesang und stimmen alle fein, wenn sich bald Frölichekit, bald Trauren stellen ein.

Die vierte (Uhrklocke)
Ipsa quod ignoro certa ratione propalo
Ich zeige was ich selbst nicht weiß geschicklich an, so daß nach meiner Sprach, sich ieder richten kan.

In seinem "Entwurf zu einer Chronik der Stadt Plettenberg" hat Julius Hölterhoff 1844 auch auf die Geschichte der Kirchenglocken hingewiesen:
Vor dem Brande (Stadtbrand vom 12. April 1725) befanden sich auf dem Hauptturme 4 Glocken und 1 Uhrglocke aus deren verschmolzenem Erz 3 Hauptglocken und die Uhrglocke neu gegossen wurden. Die (Lücke) zerbarst. Sie wurde 1834 durch einen gewissen Rinke mit vielen Kosten und nach zwei mißlungenen Versuchen neu gegossen, ist aber 1843 bei dem Brande des Casp. Diedr. Lohmannschen Hauses abermals gesprungen. Der neue Guß ist dem Meister Dubois in .... Lücke übertragen.

Bereits neun Jahre vorher heißt es im Protokollbuch des Kirchenvorstandes der ev.-luth. Gemeinde vom 3. Februar 1835:
6. Wegen des von p Schmellenkamp gelieferten neuen Klöppels in der größten Thurmglocke, welcher dem Anschein nach zu schwer u. dick ist, soll erst dies Gutachten des Baucondukteurs eingezogen - und bis dahin das Läuten mit diesem Klöppel dem Küster untersagt werden.

Im 1. Weltkrieg wurden die Glocken eingeschmolzen

Im Verwaltungsbericht der Stadt Plettenberg des Jahres 1916/17 steht u. a.:
Am 01.07.1917 läuteten letztmalig der Glocken der Christuskirche, "wie ihre scheidenden Schwestern in der Bölerkapelle". Die große Glocke trägt die Inschrift
"Dey grote Lambertus is unse Patron; dey helpet uns in des Himmels Thron.

Auf der Glocke, die abgeliefert wird, die an Helm und Kranz aufs Schönste mit Blumengewinden und Wappen geziert ist, wie auch ihre Schwestern, steht die Inschrift

"Ernst ertönt der Ruf des Herrn,
Christen, hört ihn, nah und fern"
.

1843 gegossen für Plettenberg von Gottfried Rincker Vater und Sohn aus Elverfeld.
Die andere Glocke wurde nach ihrer Inschrift 1843 von J. B. du Bois gegossen.

Die dritte Glocke, die den größten Kunstwert haben dürfte, die kleinste ist und uns verbleibt, verkündet durch ihre Inschrift ihre Geschichte:

Ich hatte meine Stimme durch einen Riß verloren.
Durch den Beitrag einiger bin ich nun neu geboren.
Beim Sterben will ich ihnen dafür noch dankbar sein,
Bis man sie hat verscharrt ins kühle Grab hinein.
Sie wurde am 17.08.1819 durch einen Meister als Wetzlar gegossen.

Die evangelische Kirchengemeinde erhielt für die abgelieferten Glocken 9.676,80 Mark. Das Erz der Glocken soll zu Geschützen umgegossen werden.

Die aktuellen Glocken der Christuskirche
1,9 Tonnen wiegt die schwerste Glocke, alle drei 3,8 Tonnen

Hatte das Feuer des Stadtbrandes 1725 die Glocken zum Schmelzen gebracht, sorgte die Kirchengemeinde im I. Weltkrieg vermutlich selbst für das Einschmelzen der Bronzeglocken, denn damals wurden überall im Land "Kirchenglocken zu Kanonen". Weil 1920 dann beim Bochumer Verein gegossene Stahlglocken die Bronzeglocken von 1725 ersetzt hatten, blieben sie im II. Weltkrieg unbehelligt.


Diese Beschreibung steht unter der Mittleren Glocke auf dem Glockenturm.

Kennst du die Glocken deiner Kirche ihren Namen, Ton und ihre Gestalt? Weißt du von ihrer Botschaft? Gloriaglocke (Festgeläut)
Ton C, Gewicht 1900 kg, 1,673 m Durchmesser, Inschrift am oberen Kranz: Seid fröhlich in Hoffnung Weihespruch: Auf dunkler Nacht folgt noch ein deutscher Tag

Tagesglocke (Morgen-, Mittag- und Abendgeläut)
Ton Es, Gewicht 1100 kg, 1,43 m Durchmesser, Inschrift:Geduldig in Trübsal
Weihespruch: Einst bricht der Herr der Deutschen Schmach

Friedensglocke (Totengeläut)
Ton Ges, Gewicht 800 kg, 1,23 m Durchmesser, Inschrift: Haltet an am Gebet
Weihespruch: Doch auch zu ernster Arbeit mahnt der Glocken Schlag


Quelle: Sonntagsblatt für die evangelische Gemeinde Plettenberg zur Reformationsjubelfeier 1580 - 1930, 02.11.1930 - hier findet sich erneut ein Glocken-Bericht von Rektor Ernst Weimann; eingefügt ist ein Auszug aus dem Sonntagsblatt für die evangelische Gemeinde Plettenberg, Nr. 5, vom 1. Februar 1925

Unsere Kirchenglocken in alter und neuer Zeit

"Und wie der Klang im Ohr vergeht,
der mächtig tönend ihr entschallt,
so lehre sie, dass nichts besteht,
dass alles Irdische verhallt.

So sieht Schiller im Lied von der Glocke ihren Beruf darin, die Erdensöhne hier unten an das wechselnde Verhältnis zu erinnern und eine Predigerin nach der Weisheit Salomos zu sein: "Alles ist eitel, nichts ist beständig auf dieser Erde." Das trifft sogar auf die Dolmetscherin der Menschenschicksale selbst zu, wie die Geschichte unserer Kirchenglocken in alter und neuer Zeit beweist. Wo ist die große Glocke geblieben mit der Inschrift:
"Dey grote Lambertus is unse Patron,
Dey helpet uns in des Himmels Thron",
die ehemals im hohen Turme unserer 1345 vom Grafen Engelbert von der Mark, Bischof von Lüttich, Bruder des regierenden Grafen Adolf II. von der Mark erbauten Pfarrkirche hing? Ob sie wohl durch den großen Brand am 12. April 1725 ein Raub der Flammen geworden ist, wie auch die vier Ecktürmchen der Hauptkirche? Keine Chronik scheint mir darüber zu berichten.

Dass aber ihre unmittelbaren Nachfolgerinnen jene drei Glocken mit den uns noch bekannten herrlichen, schmelzenden, weichen Tönen nicht gewesen sind, von denen zwei am 1. Juli 1917 "in den Krieg geschickt" werden mussten, dürfte nach meinen weiteren Ausführungen feststehen. Nur durch einen Zufall ist es mir damals gelungen, eine kurze Beschreibung dieser Glocken der Nachwelt überliefern zu können.

Auf der einen, die am Helm und Kranz aufs schönste mit Blumengewinden und Wappen geziert war, stand die Inschrift:
"Ernst ertönt der Ruf des Herrn, Christen hört ihn, nah und fern!
1834 gegossen für Plettenberg von Gottfried Rincker Vater und Sohn aus Elberfeld."

Die andere Glocke wurde nach ihrer Inschrift ebenfalls 1834 gegossen und trug weiter keine Namen. Die dritte Glocke aber, die uns verblieb, weil sie den größten Kunstwert hatte und mit zwei anderen von der Firma Rinker in Sinn bei Herborn gelieferten Bronzeglocken zu dem melodischen Geläute in der Böler Kapelle benutzt wurde, verkündet durch ihre Inschrift ihre Geschichte:
"Ich hatte meine Stimme durch einen Riß verloren, Durch den Beitrag einiger bin ich nun neu geboren. Beim Sterben will ich ihnen dafür noch dankbar sein, Bis man sie hat verscharret ins kühle Grab hinein."
Sie wurde bereits am 17. August 1819 gegossen von einem Meister, dessen Namen ich nicht feststellen konnte. Für ihre abgelieferten Glocken erhielt unsere evangelische Kirchengemeinde 9.676,80 Mark durch Vermittlung des während des Krieges hierorts eingerichteten Lebensmittelamtes.

Im Jahre 1833 berichtet der hiesige Bürgermeister Ulrich am 29. Januar an den Landrat, dass schon seit mehreren Jahren die größte von den auf der hiesigen Hauptkirche hängenden drei Glocken geborsten sei und nicht mehr gezogen würde. Deshalb habe die Gemeinde schon mehrere Male den Wunsch ausgesprochen, dass eine Umgießung der Turmglocke vorgenommen werden möge. Nun habe sich im August 1832 die Gelegenheit geboten, dass mit dem Glockengießer Gottfried Rinker aus Elberfeld, der im nahen Valbert eine Umgießung der Glocken vornähme, ein Vertrag hätte abgeschlossen werden können, wonach dieser Meister für die Summe 149 r. 17 Sg. ohne den Metallzusatz die beiden größeren hiesigen Glocken, um mit der kleinsten eine Harmonie zu erhalten, in Valbert umgießen sollte.

Wir sehen hieraus, dass in jener Zeit die Glockengießer ihr Handwerk nicht allein an ihrem Wohnsitz betrieben, sondern dass sie vielmehr auch von Ort zu Ort zogen, dass aber auch die Vorarbeiten zum Guß nicht gering waren, so dass an einem passend gelegenen Ort, wo einmal des Dammes tiefe Grube hergerichtet und der Gießofen aufgestellt war, die Bedürfnisse mehrerer Gemeinden wenn möglich befriedigt wurden.

Durch den anhaltenden Regen und den Sturmwind traf nun Rinker das Schicksal, dass ihm dreimal hintereinander der Guß nicht geriet. Die größte Glocke war zwar hinsichtlich ihrer Form und ihres Tones gut geraten, aber ihre Krone war nicht vollständig gworden, so dass, um mit ihr läuten zu können, sie durch eiserne Bolzern befestigt werden musste. Daher sollte sie mit der zweiten Glocke erneut umgegossen werden.

Das konnte im kommenden Frühjahr hier in Plettenberg geschehen, wofür Rinker noch einen Zuschuss von 50 r. empfangen sollte. Da jedoch die hiesige Kirchenkasse keinen Fonds hatte, woraus die sämtlichen "Glockenumgießungskosten" bestritten werden konnten, so sollte mit Zustimmung des Gemeinderats durch Verteilung unter die Eingesessenen nach Grundlage des "Klassensteuerfußes" die Ausgabe bestritten werden.

Am 28. Dezember 1833 zeigte Pfarrer Schirmer dem Konsistorium der kleineren evangelischen Gemeinde und dem Gemeinderate hierselbst an, dass die neue große Turmglocke am Abend vorher hier angekommen, dass sie aber den oben genannten Mangel habe. Zugleich möchten sich die Vorstände darüber entscheidend aussprechen, ob dem Glockengießer Rinker zugegeben werden solle, in Ermangelung einer geigneten Wa[a]ge seine große Glocke einstweilen im hiesigen Glockenstuhl aufzuhängen, bis bei der Ankunft der zweiten Glocke das Wiegen im Turm selbst erfolgen könne, oder ob bis dahin die ungewogene Glocke außer Gebrauch bleiben solle. Schließlich hielt er es auch noch für ratsam, dass einige Deputierte zu ernennen seien, welche eine stille Aufsicht bei dem Aufziehen und Befestigen der neuen Glocke im Turm zu führen und vorkommendes Falles ihre etwaigen Bedenken auszusprechen hätten.

Wie es mir nun scheint, ist die fehlerhafte Glocke wohl nicht erst in Gebrauch genommen worden, sondern man hat den abermaligen Umguss im Frühjahr 1834 angewartet, der, wie mir alte Leute bestätigten, "auf der Lehmkuhle" hierselbst stattfand und vorzüglich gelang. Um die Aufbringung der Kosten und besonders der Gratifikation von 50 r. entstand mit der Regierung zu Arnsberg eine lange Auseinandersetzung, die das Vorgehen der hiesigen Behörden höchst tadelnswert fand, weil, "bevor ein Kontrakt mit Rinker abzuschließen gewesen sei, zunächst ihre Genehmigung hätte eingeholt werden müssen. Auch sei zunächst zu prüfen gewesen, ob betreffs Umlegung der Kosten keine Oberservanz bestehe".

Nachfolgend passt wortgenau der Beitrag im Sonntagsblatt vom 1. Februar 1925:
Ehe zu der Auszahlung der Gratifikation von 50 r. für den nochmaligen Umguss in Plettenberg die höhere Genehmigung eingeholt werden konnte, bedurfte es noch der Zustimmung der Gemeinde durch 6 zu wählende Gemeinderepräsentanten. Die Wahl wurde am 27.08.1834 in der Hauptkirche vorgenommen und gingen als gewählt hervor: Diedrich Wilhelm Gregory, Peter Meuser, Lindemann gent. Storck zu Eiringhausen, Joh. Diedr. Lambertsmann zu Böddinghausen, Christ. Vieregge zu Holthausen und Heinrich Schürmann zu Köbbinghausen. Damals zählte die Stadt 217 wahlberechtigte Eingesessene, von denen 23 anstatt ihre Namensunterschrift drei von dem Polizeidiener Rogge beglaubigte Kreuze auf die Einladung setzten.

Wenn man bedenkt, dass es sich hier um die Großväter bzw. Urgroßväter des jetzigen Geschlechts handelt, so kann man mit Freuden feststellen, welchen Fortschritt die Schulbildung gerade in dem letzten Jahrhundert auch hierorts gemacht hat. Denn Analphabeten dürfte es heute in unserer Stadt wohl überhaupt nicht mehr geben.

Übrigens fällt beim Lesen eines solchen Verzeichnisses selbst geschriebener Namen auf, wie viele Familien im Laufe von etwa 100 Jahren überhaupt aussterben. In Böddinghausen, wo J. D. Vieregge Gemeinderat war, gab es 20 wahlberechtigte Bewohner, in Eiringhausen mit Karl Euler als Gemeinderat 42, von denen aber 36 die Unterschrift weigerten. Landemert mit dem Gemeinderat D. Schauerte hatte 39, Kückelheim - Himmelmert mit H. W. Gester 40, Dingeringhausen - Köbbinghausen 25 und Sonneborn - Dankelmert - Immecke - Lettmecke 91 Wahlberechtigte. Doch erklärten die Gemeinderäte Chr. Bröcker/Imecke und J. H. Kuhmann/Dingeringhausen, dass die Eingesessenen ihrer Bauerschaften auch nicht unterschreiben wollten.

Welche Gründe da vorgelegen haben, kann nicht angegeben werden. Vielleicht hat man der Regierung gegenüber, die soviele Umstände machte in einer verhältnismäßig geringfügigen Angelegenheit, auch mal Rückgrat zeigen wollen. In Frehlinghausen - Bremcke mit dem Gemeinderat Chr. Kellermann gab es 26 und in Holzhausen mit dem Gemeinderat Caspar Fischer 38 Wahlberechtigte, welche letztere auch die Unterschrift weigerten.

Zu dem festgesetzten Wahltermin erschienen 38 Wahlberechtigte, von denen zunächst 18 Eingesessene bestimmt werden mussten, die dann die obengenannten 6 Repräsentanten wählten. Doch erklärten zunächst Peter Caspar Aßmann, P. D. Schneper, Adam Schulte und G. B. Langenbach, dass sie keine Repräsentanten wählten, auch gegen die Bewilligung der 50 r. seien, da Rinker nach dem ersten Kontrakt den Umguss vollständig zu bewirken habe. Auch scheint Rinker in Geldverlegenheit gewesen zu sein, so dass der hiesige Bürgermeister Ulrich eine wohl hier mit der Plettenberger Glocke zu gleicher Zeit umgegossene Glocke der Gemeinde Oberhemer mit Beschlag belegte, wogegen der dortige Bürgermeister Wiesmann zunächst Verwahrung erhob.

Die Kosten für den Umguss der Glocke und für die Reparatur des Glockenstuhles wurden schließlich mit Zustimmung der Repräsentanten nach dem Klassensteuerbetrag der Eingesessenen aufgebracht, der sich Stadt und Amt, die damals 1834 noch zusammengehörten, auf insgesamt 1556 r. belief. Unter Zugrundelegung des Klassensteuersolls von 1556 r. mussten dann für den Umguss der Glocken u. dgl. im ganzen 557 r. 10 Sg. von den Eingesessenen nach Maßgabe ihrer Steuerkraft aufgebracht werden.

Davon erhielt Rinker für den Umguss 155 r. 7 Sg., an Gratifikation 50 Pfg., für Ersatz des Feuerverlustes von 3355 1/2 Pfd. a' 9 Proz. = 302 Pfd. a' 100 Pfd. zu 3 r. r. = 93 r. 18 Sg., für Mehrgewicht - das jetzige Gewicht betrug 3803 fünf achtel Pfd., das der alten Glocke aber nur 3355 1/2 Pfd. - 138 r. 27 Sg., für das Abnehmen der beiden Glocken vom Kirchturm liquidierte Herm. Bernh. Kissing 6 r., für den Transport derselben nach Valbert Wilh. Hanebeck 12 r., für den Rücktransport Seuthe gent. Vieregge 3 r., für die Anfertigung einer Waage zum Wiegen der beiden Glocken Friedr. Gregory 4 r., für die Ausbesserung des Glockenstuhles Zimmermeister Wilh. Mührmann 46 r. 15 Sg. usw..
Die Gesamtausgaben wurden dann durch den Kirchenkassenrendanten Kißing erhoben und in der Kirchenvertretung für 1836 verrechnet, wozu die Regierung nach vielen umständlichen Verhandlungen am 22. Juli 1836 endlich die Genehmigung erteilt hatte. (hier endet der Einschub von 1925 und der 1930er Beitrag fährt fort)


"Die Glocken, die einst hingen hier im Ort,
die Glocken nahm der Krieg uns fort!"

Aber neue Glocken hat die evang. Kirchengemeinde sich anschaffen können, freilich keine von Bronze, wie die alten, sondern von Stahl. Mehrere umständliche Reisen hat die "Glockenkommission" unserer evang. Kirchenvertretung, zu der auch der Schreiber dieses Artikels gehörte, in den Jahren 1919 und 1920 gemacht nach Süden zu der alten Glockengießerfamilie Rinker in Sinn und auch nach Norden zum Bochumer Verein in Bochum, bis schließlich mit letzterem ein Vertrag zustande kam.

Am Abend des 23. September 1920 brachte das Heitmannsche Fuhrwerk vom Bahnhof in Eiringhausen aus, von dem langen Zuge der Schulkinder begleitet, das schön mit Guirlanden geschmückte Geläute auf dem Kirchplatz an, wo es von den nimmermüden Mitgliedern des Presbyteriums, Pfarrer Röttgen und Kirchmeister Stahlschmidt und einer großen Menschenmenge in Empfang genommen wurde. Die neuen Glocken wiegen zusammen 3.950 kg, das Zubehör wiegt wie die Träger je 1.220 kg und der neue Glockenstuhl aus Eisen 3.000 kg.

Neben dem Namen der Firma, die sie goß, und der Jahreszahl 1920 trägt die große C-Glocke mit einem Durchmesser von 1,673 m die Inschrift "Seid fröhlich in der Hoffnung!" "Auf dunkle Nacht folgt noch ein deutscher Tag!" Die mittlere, die Es-Glocke, mit einem Durchmesser von 1,43 m ermahnt "Geduldig in Trübsal!" "Einst bricht der Herr der Deutschen Schmach!" Die kleinste, die Ges-Glocke, mit einem Durchmesser von 1,26 m klingt "Haltet an im Gebet!" "Doch auch zu ernster Arbeit mahnt der Glockenschlag!"

Die unsere Zeit so trefflich kennzeichenden Worte sind prophetischen Geistes gedichtet von dem heimgegangenen Pfarrer Hermann Klein, der unter dem Schalle der alten Glocken 45 Jahre lang segensreich seines Amtes in unserer Gemeinde waltete, und der die gewaltige Stimme des neuen Geläutes auch noch einmal vor seinem Tode hören durfte. Die C-Glocke hat als Nebenton Es, die Es-Glocke Ges und die Ges-Glocke A. So dient der Nebenton der einen Glocke zur Verstärkung des Haupttones der nachfolgenden kleineren, und durch den Nebenton A formt sich das Ganze zu einem harmonischen Geläute, dessen grandiose Fülle uns nun so häufig nah und fern, auf der Höhe und im Tal, grüßt, besonders auch, da es durch eine Herforder Firma mit einem elektrischen Antrieb der Neuzeit entsprechend versehen wurde.

Mögen die 3 Schwestern da oben auf des Turmes Glockenstuhl als Dolmetscherinnen der Schicksale derer, die sich freuen hier unten in den Tälern, eine lange, friedliche Zeit hindurch ihre Stimmen so voll, so hell, so rein erklingen lassen und:
"Christum zu künden,
der uns von Sü[n]den
sterbend erlöst,
der aus des Grabes Nacht
Leben ans Licht gebracht!
Das sei ihr Beruf."


Die Glocken der Böhler Kapelle

Im Verwaltungsbericht der Stadt Plettenberg des Jahres 1916/17 steht u. a.:
"Am 22. Juli 1917 hielt Pfarrer Klein eine Predigt in der Bölerkapelle zum Abschied von den Glocken der Böler Kirche.

Die 1. Glocke wurde vor 9 Jahren aufgerichtet und trägt die Inschrift

amori et dolori
Der Liebe und dem Leid geweiht

Die 2. Glocke, die erst kurze Zeit im Dienste des Gotteshauses stand, trägt die Inschrift

Verbum Dei manet in aeternum
Gottes Wort bleibt in Ewigkeit

Eine weitere Quelle: Glockenbestandsaufnahme vom 27.02.1964, Ev. Kirchengemeinde

"Ewigkeitsglocke" mit der Inschrift "Dein Name werde geheiligt", 640 kg, Hersteller: Bochumer Verein, gegossen 1957, Stimmung: es
"Tagesglocke" mit der Inschrift "Dein Reich komme", 488 kg, Hersteller: Bochumer Verein, gegossen 1957, Stimmung: ges
"Betglocke" mit der Inschrift "Dein Wille geschehe", 447 kg, Hersteller: Bochumer Verein, gegossen 1957, Stimmung: as

Quelle: DIN A5-Handzettel "Die Böhler Kapelle zu Plettenberg", 8 Seiten, B. Paulus, 2007

. . . Die Firma Rinker (Sinn) ergänzte das Geläut der alten Glocke mit dem Ton "des" durch zwei weitere zu einer großen Terz. Die Inschrift auf der großen Bronzeglocke (I H) war "Verbum Dei manet in aeternum" (Gottes Wort bleibet in Ewigkeit), auf der mittleren Glocke (II C) "Amori et dolori" (Der Liebe und dem Leib), die Inschrift der alten Glocke, die einen Durchmesser von 58 Zentimeter hatte, bleibt unbekannt.

Alle Glocken gingen in den Wirren des 2. Weltkrieges verloren, das jetzige Stahlgeläut stammt aus dem Jahr 1957. Die Böhler Kirche diente von April bis Juni 1945 als Garnisonskirche der amerikanischen Besatzung (75th Inf Div).


Quelle: Festschrift "100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Oestertal - Geschichte(n) rund um das Oestertal", 2008, 162 Seiten

1952: Ankunft der Glocken der Erlöserkirche im Oestertal


An Christi Himmelfahrt 1952 wurden diese drei Glocken geweiht. Die ursprünglich vorhandenen, 1932 gestifteten beiden Glocken, sind im Krieg eingeschmolzen worden.

"Da der Weg zur Mutterkirche in der Stadtmitte für die Oestertaler Kirchgänger weit und oftmals beschwerlich war, fand man 1932 eine Notlösung. An der Lettmecker Schule (heute Feuerwehrhaus) wurde an ein Klassenzimmer ein 5m x 3m großer Raum angebaut. Dieser wurde als Chor- und Gottesdienstraum genutzt.
Gleichzeitig wurde in Kückelheim ein Glockenturm (am heutigen Standort des Kirchturmes) gebaut. Das Grundstück hatte der Kirchbauverein gekauft. Am 4. Advent 1932 konnte Superintendent Turck aus Lüdenscheid den Turm einweihen, für den der Fabrikant Budde zwei Glocken gestiftet hatte. Zahlreiche Gemeindemitglieder nahmen an dem feierlichen Akt teil.

20 Jahre musste sich die Gemeinde mit dem Provisorium in der Lettmecker Schule begnügen, obwohl sich nach und nach neben den regelmäßigen Sonntags- und Kindergottesdiensten dort zudem die Frauenhilfe, verschiedene Jugendgruppen, die Katechumenen und Konfirmanden sowie der Kirchenchor wöchentlich trafen. 1950 wurde von der Dorfgemeinschaft Oesterau-Lettmecke der Antrag zur Errichtung einer Trauerhalle auf dem Friedhof gestellt. Knapp 2 Jahre später begannen die Bauarbeiten. Am Christi Himmelfahrtstag 1952 wurden durch Herrn Superintendent Köllner 3 neue Glocken geweiht. Die alten Glocken waren während des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzen worden."

Quelle: Glockenbestandsaufnahme vom 27.02.1964, Evang. Kirchengemeinde

Große Glocke: Inschrift "Jesus Christus gestern", Gewicht 640 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1952, Stimmung: fis
Mittelere Glocke: Inschrift "Jesus Christus heute", Gewicht 440 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1952, Stimmung: gis
Kleine Glocke: Inschrift "Jesus Christus in Ewigkeit", Gewicht 259 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1952, Stimmung: h


Die Glocken der Dreifaltigkeitskirche Landemert

Quelle: Glockenbestandsaufnahme vom 27.02.1964, Ev. Kirchengemeinde

"Immanuel" mit der Inschrift: "Gott ist mit uns in dieser Zeit + Gott ist mit uns in Ewigkeit", Gewicht 440 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1958, Stimmung: gis
"Christus Salvatore" mit der Inschrift: "Wir glauben + Herr + Denn König bist du + Wir beten + Herr: Schenk Frieden und Ruhr", Gewicht 251 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1958, Stimmung: h
"Veni Creator Spiritus" mit der Inschrift "Der Geist ist's + Der da lebendig macht + Drum rufe ins Leben aus Ursprung und Nacht", Gewicht 230 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1958, Stimmung: d



1958: Glockentransport in Holthausen in Höhe der damaligen Volksschule. Hunderte begleiteten den Transport zur Martin-Luther-Kirche Auf der Lied.

Die Glocken der Martin-Luther-Kirche Holthausen

Quelle: Glockenbestandsaufnahme vom 27.02.1964, Ev. Kirchengemeinde

"Dankglocke" mit der Inschrift "Himmel und Erde werden vergehen + Aber meine Worte werden nicht vergehen", Gewicht 775 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1958, Stimmung: fis
"Betglocke" mit der Inschrift "Selig sind + die das Wort Gottes hören und bewahren", Gewicht 432 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1958, Stimmung: gis
"Lobglocke" mit der Inschrift "O Land + Land + Land + höre des Herren Wort", Gewicht 250 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1958, Stimmung: h


Die Glocken der Johanniskirche Eiringhausen
2,510 Tonnen wiegt die schwerste Glocke, alle drei 5,380 Tonnen

Quelle: Glockenbestandsaufnahme vom 27.02.1964, Ev. Kirchengemeinde

Große Glocke mit der Inschrift "Gloria in excelsis deo", Gewicht 2.510 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1912, Stimmung: dis
Mittlere Glocke mit der Inschrift "Vivos voco mortuos plango fulgura franco", Gewicht 2.000 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1912, Stimmung: fis
Kleine Glocke mit der Inschrift "O Land Land Land höre des Herrn Wort", Gewicht 870 kg, gegossen vom Bochumer Verein 1912, Stimmung: a


Die Glocken der Evang. Kirche in Ohle

Quelle: Rede zur Glockenweihe am 7. Juni 1964 zur Wiedereinweihung nach erfolgter Renovierung der Kirche

"So erklinge zunächst die alte Glocke, St. Mauricius genannt, die seit 1480, also seit fast 500 Jahren, die Gemeinde zum Gottesdienst einlädt, damit sie, die als Betglocke beim 'Vater Unser' weiterhin ihre Stimme erheben soll, den Grundklang gebe für die Weihe der anderen Glocken.
Zunächst erklinge die große Glocke, 'Friedensglocke' genannt. Ihre Inschrift lautet 'Er ist unser Friede'.
Es erklinge die nächste Glocke, 'Gerechtigkeitsglocke' genannt. Ihre Inschrift lautet 'Der Herr unsere Gerechtigkeit!'
Die nächste Glocke erklinge: ihre Inschrift lautet 'Liebe'.
Die nächste Glocke erklinge: ihre Inschrift lautet 'Glaube'.
Die kleine Glocke erklinge: ihre Inschrift lautet 'Hoffnung'.
So seien denn diese Glocken dem Dienste Gottes und seiner Kirche geweiht!"


Quelle: Süderländer Tageblatt vom 23.12.1992, Autor: Martin Zimmer

Die älteste Kirchenglocke im Stadtgebiet ruft auch an Heiligabend die Gemeinde zum Gebet
Alte Glockeninschrift "Scs Mauricius byn ych
genant - wan ych rope so comet to hant"

Mauricius-Glocke aus dem Jahre 1480 hängt in der Ev. Kirche Ohle - Kirche wurde um 1250 erbaut

Pl.-Ohle. Seit mehr als 500 Jahren ruft die Mauricius-Glocke vom Turm der evangelischen Kirche Ohle die Gemeinde zum Gebet. Ihre Inschrift lautet: "Scs Mauricius byn ych genant - wan ych rope so comet to hant" (Sankt Mauritius bin ich genannt - wenn ich rufe kommet zur Hand).

"Sie ist die älteste Glocke in der Stadt Plettenberg", schreibt Ohles Kirchenarchivar Martin Zimmer. "Ihr Name erinnert an die Zeit um das Jahr 1000 n. Chr., als die auch im Lennegebiet ansässigen Sachsen durch die Westfranken verdrängt wurden und letztere auf einem erhöhten Stück Land neben der Lenne, "auf dem Ol", eine Hof-Burg (Curtis) errichteten. An ihrer Ostseite baute man eine Kapelle an und gab ihr den Namen des römischen Legionärs und christlichen Märtyrers Mauricius.

Der Überlieferung nach soll er im Jahre 286 mit den Männern seiner Thebäischen Legion in Acaunum a. d. Rhone, dem heutigen St. Maurice, getötet worden sein. Neben der "Mauricius-Glocke" erinnert ein in den Jahren 1963/64 freigelegtes Wandfresko im Chorraum der "Kerke the Ole" (1391) an den Heiligen. . .
. . . Seit 1964 wird die Mauritius-Glocke als Schlagglocke für die sieben Bitten des "Vaterunser" verwendet. Foto: Martin Zimmer


Die Glocken der katholischen Kirchen

Im Verwaltungsbericht der Stadt Plettenberg des Jahres 1916/17 (I. Weltkrieg) steht u. a.:

Am 27.06.1917 werden die Glocken der Katholischen Kirche St. Laurentius an die Gelbgießerei Wilhelm Niggetiet für die Heeresleitung abgegeben. Es waren drei Glocken mit einem Gewicht von 7, 3 1/2 und 1 1/2 Zentner Gewicht. Im Turm blieb die einen Kunstwert darstellende 4 1/2 Zentner-Glocke. Für die abgelieferten Glocken erhielt die kath. Kirchengemeinde 2.382,80 Mark.

Quelle: Die Glocken des Bistums Essen nach Gussjahren geordnet

1949 Plettenberg, St. Laurentius, Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation (4 Glocken), vierstimmiges Geläute


In die neue Kirche St. Laurentius an der Lehmkuhle wurden 1972 die Glocken der alten Laurentiuskirche in der Stadtmitte eingebaut. Foto: Archiv D. Schneider

1958 Plettenberg - Ohle, St. Maria Königin, Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation (3 Glocken), dreistimmiges Geläute

Quelle: Chronik der Stadt Plettenberg 1958, A. v. Schwartzen, S. 80-81:
Am 18. Juli wurden die neuen Glocken der Ohler katholischen Kirche auf ein Gerüst gehängt, das neben dem Turm des Gotteshauses aufgestellt worden war. Am 21. Juli [1958] wurde dann in Anwesenheit einer großen Zahl Gläubiger des Vikariats Ohle der Weiheakt von dem Beauftragten des Bischofs Dr. Hengsbach, Probst Riekes aus Gelsenkirchen, vollzogen. Die drei Glocken sind auf die Töne "fis", "a" und "h" abgestimmt. Die größte, die "fis"-Glocke, trägt die Inschrift: "St. Michael, schütze Volk und Land", die mittlere die Worte "St. Josef, segne unsere Arbeit", und die kleinste "Maria Königin, bitte für uns".

1993 Plettenberg - Oesterau, St. Bonifatius, Gebr. Rincker, Sinn (2 Glocken) zweistimmiges Geläute

Die Glocke St. Katharina.

Die Glocke St. Bonifatius. Fotos: Archiv H. Hassel


Lexikon für die Stadt Plettenberg, erstellt durch Horst Hassel,
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