20. Mai 1935
Eröffnung zur 2. Freibadsaison. Infolge der sehr kalten Außentemperaturen
(5 Grad) wagt niemand den ersten Sprung ins Wasser.
16. Mai 1936
Der bisher fehlende Aufsichtsraum für den Bademeister wurde eingeweiht.
Der Raum befindet sich noch heute im Freibad und wird als DLRG-Raum
genutzt. Von diesem Haus aus hatte der Bademeister einen Überblick
über die gesamte Badeanlage.
19. Juli 1939
Erstmals finden im Freibad Grünetal die Schwimmwettkämpfe für alle
Plettenberger Schulen sowie der Lehrwerkstatt als gemeinsame Tagesveranstaltung
statt. Disziplinen waren seinerzeit Stilschwimmen, Tauchen, Plicht-
und Kürsprünge, 50-m-Schwimmen und 30-m-Schwimmen. Gewertet wurde
sowohl als Einzelkampf als auch als Dreikampf bzw. Vierkampf.
21. Juni 1947
Der damalige Stadtdirektor Kordes teilte vor der Stadtvertretung
mit, dass das Freibad Grünetal nach dem Krieg wieder bade- und
betriebsbereitgemacht worden ist. Die verspätete Eröffnung war
darauf zurückzuführen, dass kein geeigneter Schwimmmeister vorhanden
war. Vorübergehend ist der Stellvertretende Schwimmmeister Bauer
eingesetzt worden.
13. Mai 1950
Das Freibad Grünetal eröffnete zur Freibadsaison 1950. Dabei
wurden die Badezeiten unabhängig von der Witterungslage festgesetzt
auf 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr vormittags und 14.00 Uhr bis 22.00 Uhr.
In der Mittagspause war somit ein Schwimmen nicht möglich.
10. Juni 1950
In einem Artikel des Süderländer Tageblattes wird darauf hingewiesen,
dass täglich zwischen 800 und 1.000 Besucher das Badefreibad im
Grünetal besuchen. Hingewiesen wird ferner auf die errichtete
Wasserrutschbahn im 1-m-Becken, ein Planschbecken sowie einen
Sprungturm. Beklagt wird in dem Artikel, dass infolge der Kriegswirren
die Lautsprecheranlage und darüber hinaus eine Reinigungsanlage
für das Wasser sowie die einstmals vorhanden gewesene Vorrichtung
für Kinderbelustigung, Schaukelbalken, Rundlauf usw. sowie die
Tennisnetze u. a. fehlen. Außerdem werden für den Spielbereich
Turngeräte, Reck, Barren und Pferd gewünscht. Der Bericht schließt
ab mit dem Hinweis auf die vom damaligen Bademeister Bauer
angebotenen Schwimmkurse und Rettungsschwimmkurse. Herr Bauer hat
seit 1942, seitdem er in Plettenberg tätig ist, rund 250
Rettungsschwimmer ausgebildet. Die Dauerkarte für die Freibadsaison
1950 kostete für Erwachsene 5,00 DM und für Jugendliche 3,50 DM.
Bereits damals wurde auf den Vorzug dieser Karte hingewiesen.
09. Mai 1951
Wegen sehr großer Undichtigkeiten ist der Bodenbelag des Beckens
abgedichtet worden. Außerdem ist in diesem Jahr die Liegefläche
um etwa 80 Ruten erweitert worden.
24. Mai 1952
Das Becken des Freibades ist abgedichtet worden. Das Schwimmbecken
ist mit einer Aluminiumbronzelegierung angestrichen worden.
Sprungbretter und Rutschen sind wieder in Betrieb genommen worden.
Das Bad ist mit einer neuen Lautsprecheranlage ausgestattet, der
heutige Vorwärmteich ist entschlammt und als Vorwärmbecken
eingerichtet worden.
09. Juli 1952
Bei einem starken Gewitter schlug ein Kugelblitz in die Lindenreihe
in der Nähe des Spielbereiches ein. Drei Jugendliche, die unter
einer Linde Schutz gesucht hatten, wurden dabei verletzt, einer
so schwer, dass er noch im Freibad verstarb.
20. Mai 1953
Eröffnung der Freibadsaison. Der neue Bademeister Benno Hesse
hat seinen Dienst aufgenommen. Außerdem wurden die Liegewiesen
um einen Spielbereich erweitert.
08. Mai 1954
Bademeister Werner Matschke tritt seinen Dienst als neuer
Schwimmmeister an. Ab 19. Mai 1956 war Bademeister Höpfner im
Freibad tätig. Es wurde ein neuer Abflussschacht im 4-m-Becken
angelegt. Geplante Eröffnung: 01. Juni 1956.
1957
Im Verlauf der Freibadsaison nimmt der Schwimmmeister Gerhard
Hirche seinen Dienst auf.
20. Mai 1958
Ein Bericht des Süderländer Tageblattes hat darauf hingewiesen,
dass das Schwimmerbecken mit einem Chlorkautschukanstrich
versehen worden ist.
1959
Im Jahr 1959 wurde die Wasserleitung der Durchschreiteduschen
erneuert. In diesem Jahr wurde die Errichtung einer Umwälzanlage
nebst dazugehörigem Umwälzhaus, Kostenaufwand etwa 150.000 DM,
diskutiert.
12. Mai 1960
Die neu errichtete Umwälzanlage und das dazugehörige Umwälzhaus
gehen ihrer Fertigstellung entgegen. Die Eröffnung der neuen
Freibadsaison steht unmittelbar bevor. Erstmals wird in Plettenberg
somit das Freibadwasser umgewälzt. Kostenpunkt der Umwälzanlage:
ca. 90.000 DM.
1961
Das Freibad erfordert Bewirtschaftungskosten von 11.000 DM, die
damit doppelt so hoch lagen wie 1960. Außerdem mussten die
Eintrittpreise erhöht werden. Die Einzelkarte für Erwachsene
kosteten 0,50 DM, für Jugendliche 0,25 DM. Die Zehnerkarte
für Erwachsene 4,00 DM, für Jugendliche 2,00 DM, und die
Saisonkarte für Erwachsene 10,00 DM und für Jugendliche 4,00 DM.
Besucher, die nicht baden wollten, mussten 0,20 DM Eintritt
bezahlen.
1964
Das Freibad Grünetal wurde mit einer weiteren Startbahn versehen,
so dass 8 Startbahnen vorhanden sind. Außerdem ist in der
Umwälzanlage ein neuer Filter eingebaut worden. Ein neuer
Eingang wurde geschaffen und ebenso die Zufahrt vom Landemerter
Weg her verbreitert.
16. Mai 1967
Saisoneröffnung der Freibadsaison 1967. Schwimmeister Norbert
Geistert hat sein Amt angetreten.
25. April 1968
Die Freibadsaison 1968 stand kurz vor der Eröffnung. Neben
einer Erhöhung der Eintrittspreise in allen Bereichen wurde
geplant, nach Beendigung der Saison mit einem Kostenaufwand
von ca. 105.000 DM insbesondere eine Abdichtung des
Schwimmerbeckens mit einer Folie vorzunehmen.
27. April 1973
Der neue Umkleidetrakt im Freibad Grünetal ist fast fertig. Die
Freibaderöffnung soll am 1. Mai erfolgen. Im Vorwärmbecken ist
eine sogenannte "Froschinvasion" zu verzeichnen. Die Frösche
tummeln sich zu Hunderten in dem Teich und überschwemmen sogar
die Keller der umliegenden Häuser.
19. Mai 1973
Das Freibad Grünetal eröffnete. Das neu gestaltete Umkleidehaus
nebst angebauter Milchbar wurde eröffnet. Besonderes Prunkstück
war der eingerichtete Schwimmkanal, der bis heute einzigartig
im Märkischen Kreis ist. Ferner wurde das Freibad mit einer
Heizanlage für das Beckenwasser versehen, so dass die Stadt
Plettenberg über ein Warmwasserfreibad verfügte.
09. Mai 1974
Die Sitzbänke um das Hauptbecken wurden installiert. Ein
1-m-Sprungbrett wurde entfernt und ein neues Glasfiberbrett
für die verbliebene Sprunganlage angeschafft. Außerdem wurden
weitere Einstiegsmöglichkeiten in die Badebecken geschaffen.
Außerdem wurde eine Flutlichtanlage für das Spätschwimmen bei
früher einbrechender Dunkelheit engeschafft.
1976
Infolge des außerordentlich guten Sommerwetters konnte ein
bisher nicht übertroffener Besucherrekord von 103.000 Badegästen
verzeichnet werden. An verschiedenen Tagen befanden sich über
3.000 Gäste in dem Bad ein. Das Wasser erwärmte sich zeitweise
auf 27 Grad.


Zum Abschluss dieses kleinen Rückblickes auf die Entwicklung
unseres Freibades im Grünetal muss noch erwähnt werden, dass
die Beckenanordnung seit 1934 unverändert blieb. Lediglich
kleinere Änderungen wie der Schwimmkanal oder die Verlegung
der Startblöcke und Eingangstreppe im Schwimmerbecken wurde
vorgenommen.
Dem Süderländer Tageblatt sei an dieser Stelle herzlich für
die Mithilfe beim Erstellen dieser Broschüre gedankt. Sämtliche
Angaben sind dem Archiv des Süderländer Tageblattes entnommen.